The Man Who Killed Don Quixote

Kinostart: 27.09.2018

ab12 OT: The Man Who Killed Don Quixote (Spanien / Frankreich 2018)
Länge: 133 Minuten
Genre: Drama / Abenteuer
Regie: Terry Gilliam
Drehbuch: Terry Gilliam
Darsteller: Adam Driver, Jonathan Pryce, Stellan Skarsgård, Olga Kurylenko, Joana Ribeiro, Óscar Jaenada, Jordi Mollá, Sergi López, Jason Watkins, Rossi de Palma, Hovik Keuchkerian
Verleih: Concorde Filmverleih GmbH

Der zynische Werbefilmer Toby (Adam Driver) trifft auf einen alten spanischen Schuhmacher (Jonathan Pryce), der sich für Don Quixote hält. Die beiden erleben eine Reihe absurder Abenteuer, in deren Verlauf Toby sich den tragischen Auswirkungen eines Films stellen muss, den er in seiner Jugend gedreht hat ─ ein Film, der die Hoffnungen und Träume eines kleinen spanischen Dorfes für immer verändert hat. Kann Toby das Getane je wieder gut machen und so zu seiner Menschlichkeit zurückfinden? Kann Don Quixote seinen Wahn bezwingen und seinen nahenden Tod verhindern? Oder wird etwa die Liebe alle Grenzen überwinden? 

Kritik

Wie lange hat Terry Gilliam doch um diesen Film gekämpft. Herausgekommen ist mit THE MAN WHO KILLED DON QUIXOTE dann leider nur ein fahriges Etwas, das nur im entferntesten Sinne etwas mit einem guten Film zu tun hat. 

Fast 30 Jahre hat Gilliam an seinem Herzensprojekt gearbeitet, diesen Ehrgeiz muss man ihm wirklich hoch anrechnen. Bei einer solch langen Entwicklungsphase kann es eigentlich nur zwei Ergebnisse geben: Entweder erwartet uns das totale Meisterwerk, oder aber – wie leider in diesem Fall – die übrig gebliebenen Fragmente eine einstigen Traums. 

Nichts, wirklich absolut nichts an diesem Film wirkt stimmig. Es scheint fasst so, als hätte Gilliam am Ende doch seine Hoffnung aufgegeben und einfach nur „irgendeinen Film“ abgeliefert, nur um das Projekt endlich einmal abschließen zu können. 

Dabei blitzt hin und wieder durchaus etwas Potential hervor. Wenn der von Adam Driver gespielte Werbefilmer das erste Mal zum angeblichen Don Quixote begibt und dieser von einer alten, schrulligen Dame wie in einem Museum „verwahrt“ wird, dann ist das durchaus interessant. Doch Gilliam lässt diese Möglichkeiten sofort wieder links liegen und verliert sie aus den Augen. Stattdessen versteift er sich auf eine äußerst wirre Geschichte, bei der man sich fragt, ob der Meister selbst überhaupt noch wusste, was er eigentlich erzählen wollte. 

Das alles ist vor allem deshalb schade, weil vermutlich nahezu jeder filminteressierte Kinogänger auf diesen Film gespannt war. Andere Filmemacher hätten vermutlich bereits nach wenigen Jahren aufgegeben. Das hätte man Terry Gilliam dann am Ende eigentlich auch gewünscht… 

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