The Little Things

Kinostart: 08.07.2021

ab16 OT: The Little Things (USA 2021)
Länge: 128 Minuten
Genre: Thriller
Regie: John Lee Hancock
Drehbuch: John Lee Hancock
Darsteller: Denzel Washington, Rami Malek, Jared Leto, Natalie Morales, Terry Kinney, Chris Bauer, Joris Jarsky, Isabel Arraiza, Michael Hyatt
Verleih: Warner Bros. Entertainment GmbH

Bei der Polizeiarbeit sind „die kleinen Dinge“ wichtig – das will uns der Thriller „The Little Things“ vermitteln. Nach seinem eigenen, fast 30 Jahre alten Drehbuch hat Regisseur John Lee Hancock einen Film ganz im Stil von David Finchers „Sieben“ gedreht: einer Mischung aus Buddy-Movie und Serienkiller-Drama.

Nach einem missglückten Einsatz mit dem Tod einer zivilen Person lässt sich Joe „Deke“ Deacon (Denzel Washington), einer der Stars der Mordkommission von L.A., mehr oder weniger freiwillig versetzen. Er fristet seitdem als Deputy Sheriff in einem Provinzkaff ein eher tristes Leben. Im Oktober 1990 wird er wegen eines Routineauftrags von seinem Vorgesetzten nach L.A. geschickt. Dort kommt er dem arroganten Ermittler Jim Baxter (Rami Malek) in die Quere, der fieberhaft auf der Suche nach einem Serienmörder ist. Ohne es zu wollen, landet Deke wegen seiner Erfahrung mit im Team. Er lässt sich beurlauben, mietet ein Motelzimmer und ist heiß auf die Mördersuche. Ziemlich schnell konzentriert sich alles in der Person des zynischen, undurchsichtigen Albert Sparma (Jared Leto) als Hauptverdächtigen, der mit der Polizei ein Katz-und-Maus-Spiel treibt.

Leto legt diese Figur auch von der äußeren Erscheinung her als hemmungslose Charles-Manson-Kopie an – dabei darf in seinem Bücherregal der Band „Helter Skelter“ natürlich nicht fehlen. Hancock hat sich tatsächlich nicht entblödet, die Schlusssequenz aus „Sieben“ fast 1:1 zu wiederholen. Wie damals treiben ein erfahrener Afroamerikaner und ein hektischer Weißer einen Serienkiller in die Enge, der die beiden bis zum Äußersten provoziert. Soviel Plagiat ist nicht gut!

Die beiden Oscar-Preisträger Denzel Washington („Glory“, „Training Day“) und Rami Malek („Bohemian Rhapsody“) spielen aneinander vorbei – eine besondere Chemie will leider nicht aufkommen. Und Hancocks Regie wirkt eher schleppend. Was bleibt, ist solides Thriller-Kino.

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