The King – Mit Elvis durch Amerika

Kinostart: 19.04.2018

ab6 OT: The King (USA / Deutschland / Frankreich 2018)
Länge: 109 Minuten
Genre: Dokumentation
Regie: Eugene Jarecki
Drehbuch: Eugene Jarecki, Christopher St. John
Darsteller: Alec Baldwin, Ethan Hawke, Emmylou Harris, Chuck D, Mike Myers, Peter Guralnick,, M. Ward, Greil Marcus, Van Jones
Verleih: Arsenal – Institut für Film und Videokunst e.V.

40 Jahre nach dem Tod von Elvis Presley reiste der vielfach ausgezeichnete Autor und Regisseur Eugene Jarecki im Jahr des Präsidentschaftswahlkampfes 2016 in dem alten Rolls Royce von Elvis Presley von New York über Las Vegas bis in den tiefen Süden, um das Land an einem kritischen Wendepunkt seiner Geschichte zu erleben. Auf seiner Reise trifft Jarecki an zahllosen Orten auf Mitreisende, manche prominent, andere nicht, die in dem Auto über Elvis und Amerika reden: eine Parallelaufnahme über den Aufstieg des Sängers und Abstieg seines Landes. So wie Elvis sich verführen lässt und an dem Giftcocktail von Geld und Machtgier zugrunde geht, wird auch das Land vom Raubtierkapitalismus ausgehöhlt, in dem ein Spielkasinobesitzer und Reality-TV-Star mit bislang unerreichter Vulgarität das Präsidentenamt innehat und auftritt wie ein Monarch. Zu den Prominenten gehören Ethan Hawke, Mike Myers, Chuck D, Ashton Kutcher, Dan Rather, James Carville, Emmylou Harris und Alec Baldwin. Dazu kommen musikalische Auftritte von Emi Sunshine and the Rain, John Hiatt, M. Ward, Immortal Technique, Loveful Heights u.v.m.

Kritik

Mit dem alten Rolls Royce von Elvis Presley fährt Regisseur Eugene Jarecki durch die USA und liefert mit THE KING – UNTERWEGS MIT ELVIS eine Bestandsaufnahme eines Landes ab.

Die Grundidee ist eigentlich bereits verdammt gut. Man nehme das alte Auto eines einstigen Stars und fahre die Stationen seines Lebens ab. Daraus aber eine Allegorie auf den Zustand der USA zu machen, ist nochmal um ein Vielfaches genialer. Entsprechend gespannt war ich auf diesen Film.

Die Umsetzung lässt dann jedoch in Teilen etwas zu wünschen übrig. Ich hätte mir etwas weniger vom Werdegang Presleys gewünscht – schließlich hat man das bereits in etlichen Dokumentationen gesehen – sondern mehr über den Zustand der USA. Dass die Parallelen zwischen dem Niedergang des Landes und dem Niedergang des Kings immens sind, zeigt dieser Film schließlich mehr als deutlich. Aber immer dann, wenn es in dieser Hinsicht interessant wird, geht es doch wieder zurück zu Elvis und seinem Leben.

Ein weiteres Manko ist, dass der Film stellenweise seinen roten Fade aus den Augen verliert. Irgendwann verlässt der Film den Rolls Royce und folgt Elvis nach Europa zu seinem Militärdienst. Irgendwann scheint Jarecki dann leicht panisch zu merken, dass er den Wagen bereits viel zu lange verlassen hat und kehrt Hals über Kopf dorthin zurück. Dieses Zwischenstück in THE KING – MIT ELVIS DURCH AMERIKA wirkt dadurch wie ein Fremdkörper im Film. 

Trotzdem ist THE KING – MIT ELVIS DURCH AMERIKA eine sehenswerte Dokumentation, die zwar einige Schwächen aufweist, trotzdem aber den Finger immer wieder in die Wunde packt. 

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Filmplakat

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