The Darkest Minds – Die Überlebenden

Kinostart: 16.08.2018

ab12 OT: The Darkest Minds (USA 2018)
Länge: 104 Minuten
Genre: Drama / Science-Fiction
Regie: Jennifer Yuh Nelson
Drehbuch: Chad Hodge, basierend auf dem Roman von Alexandra Bracken
Darsteller: Amandla Stenberg, Mandy Moore, Gwendoline Christie, Bradley Whitford, Harris Dickinson, Patrick Gibson, Skylan Brooks, Miya Cech, Lidya Jewett
Verleih: Twentieth Century Fox of Germany GmbH

Als Ruby (Amandly Stenberg) an ihrem zehnten Geburtstag aufwachte, war etwas mit ihr geschehen. Etwas überaus Schwerwiegendes, was ihre Eltern dazu veranlasste, sie in die Garage einzusperren und die Polizei zu rufen. In der Folge wurde sie nach Thurmond geschickt, ein brutales, von der Regierung betriebenes „Resozialisierungscamp“. Da hat sie zwar die mysteriöse Krankheit überlebt, der die meisten Kinder der USA zum Opfer fielen, seitdem verfügt sie aber auch über schreckliche Fähigkeiten, die sie nicht zu kontrollieren vermag. 

Nun ist Ruby sechzehn Jahre alt – und gehört zu den gefährlichen Überlebenden. Als die Wahrheit ans Licht kommt, gelingt es Ruby im letzten Moment, aus Thurmond auszubrechen. Nun ist sie auf der Flucht. Verzweifelt versucht sie, sich in Sicherheit zu bringen, zu einem Zufluchtsort für Kids wie sie – in ihrem Fall nach East River. Sie schließt sich einer Gruppe von Kindern an, denen es genauso ergangen ist wie ihr. Liam (Harris Dickinson), ihr tapferer Anführer, verliebt sich Hals über Kopf in Ruby. Doch was immer sie für ihn empfindet, sie traut sich nicht, ihm näher zu kommen. Sie kann es nicht riskieren. Nicht nachdem was mit ihren Eltern passiert ist. Als sie endlich in East River ankommen, ist nichts wie es scheint – besonders hinsichtlich des geheimnisvollen Lagerleiters.

Und dann sind da noch andere Kräfte, Menschen, die nicht davor zurückschrecken, Ruby für ihren Kampf gegen die Regierung einzuspannen. Ruby sieht sich vor eine überaus schwerwiegende Entscheidung gestellt, eine, die sie möglicherweise zwingt, ihre einzige Chance auf ein lebenswertes Leben aufzugeben.

Kritik

Dystopien sind aus unseren Kinos nicht mehr wegzudenken. Jetzt versucht sich THE DARKEST MINDS – DIE ÜBERLEBENDEN daran, ein neues Franchise aufzubauen… 

Ob der Roman von Alexandra Bracken gelungen ist, kann ich an dieser Stelle leider nicht sagen. Doch der Film, der auf dem ersten Band ihrer Reihe basiert, ist es schon mal nicht unbedingt. Schließlich ist das alles schon mal da gewesen – so oder zumindest so ähnlich. Die Regisseurin Jennifer Yuh Nelson, die nach Kung Fu Panda 2 und 3 jetzt ihren ersten Realfilm vorlegt, setzt überhaupt nicht auf neue oder innovative Ideen. Stattdessen spult sie immer und immer wieder die gleichen Bilder und Phrasen ab, die wir schon zur Genüge kennen.

Dabei müsste man eigentlich meinen, dass die US-Studios aus ihren Fehlern lernen müssen. Kaum ein Franchise hat seit den Tributen von Panem wieder an deren Erfolg anschließen können – und das aus einem einzigen Grund: Selbst Teenies – die erklärte Zielgruppe dieser Filmreihen – sehnen sich nach etwas Neuem. Bekommen sie dasselbe nur leicht aufgewärmt vorgesetzt, strafen sie es mit Verachtung. Dabei gibt es einfache Mittel, um sich aus diesem Trott zu befreien. Warum setzt man nicht auf glaubwürdige Charaktere statt auf hohle Figuren, deren Usprungshandlungen nur schwer nachvollziehbar sind? Die Idee, sich für das jugendliche Publikum nicht sonderlich anstrengen zu müssen, rächt sich nun mal immer wieder an den Kinokassen. 

THE DARKEST MINDS – DIE ÜBERLEBENDEN ist ein Film für Jugendliche, der sich einzig und allein durch die totale Mittelmässigkeit auszeichnet. Und sorry, aber das brauchen wir nun wirklich nicht mehr… 

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