The Cakemaker

Kinostart: 01.11.2018

ab0 OT: The Cakemaker (Israel / Deutschland 2017)
Länge: 105 Minuten
Genre: Drama
Regie: Ofir Raul Graizer
Drehbuch: Ofir Raul Graizer
Darsteller: Sarah Adler, Tim Kalkhof, Zohar Strauss, Roy Miller, Sandra Sade
Verleih: missingFILMs Filmverleih

Der israelische Geschäftsmann Oren (Roy Miller) besucht regelmäßig das Berliner Café Kredenz. Dort trifft er auf den zurückhaltenden Konditor Thomas (Tim Kalkhof). Trotz Orens Ehe mit Anat (Sarah Adler) entspinnt sich zwischen den beiden eine Affäre, die jedoch jäh endet, als Oren tödlich verunglückt. Tief bestürzt reist Thomas nach Jerusalem. 

Dort sucht er vorsichtig den Kontakt zu Orens trauernder Witwe. Nichtsahnend stellt Anat, der die Anforderungen an sie zusehends über den Kopf wachsen, Thomas in ihrem koscheren Café ein. Die Kuchenkreationen von Thomas lassen das Café aufblühen und in der Enge der Küche wächst die Anziehung zwischen Anat und Thomas. Doch je näher sich beide kommen, desto größer wird die Lüge, die zwischen Anat und Thomas steht.

Kritik

Vor gut einem Jahr lief THE CAKEMAKER beim Filmfest Hamburg. Jetzt kommt dieser wunderbare Filme doch noch in unsere Kinos!

Seine Weltpremiere feierte der Film übrigens beim 52. Karlovy Vary Film Festival, wo er zudem mit dem Ecumenical Jury Award geehrt wurde. Außerdem wurde er beim Jerusalem Film Festival mit dem Jewish Experience Award und dem Best Editing Award ausgezeichnet und gewann beim Miami Jewish Film Festival den Critics Award. Als wenn das nicht ausreichen würde, geht THE CAKEMAKER als israelischer Beitrag ins Rennen um den Oscar für den besten fremdsprachigen Film 2018.

Doch was macht den Film so besonders? Nun, das dürfte in erster Linie seine zurückhaltende Erzählweise sein, sowie die liebevoll gestalteten Charaktere. Was Ofir Raul Graizer hier mit seinem Regiedebut geschaffen hat, geht weit über oberflächliche Liebesgeschichten hinaus. Graizer spricht viele aktuelle Themen an, wie beispielsweise die Spannungen im Zusammenleben zwischen streng orthodoxen und nicht-religiösen Juden, aber stellt sie zu keinem Zeitpunkt zu sehr in den Vordergrund. Der Film beobachtet einfach extrem gut die zwischenmenschlichen Ebenen. 

Aber auch die Dramaturgie ist behutsam gewählt. Geschickt wechselt der Film zwischen den Zeitebenen und gibt uns als Zuschauer genau so viel Informationen, wie wir benötigen. Am Ende ist klar, dass eine Liebe niemals nur zwei Menschen betrifft, sondern noch viele weitere Faktoren und Beteiligte enthält. THE CAKEMAKER ist ein sehenswerter und wunderbarer Film, der es verdientermaßen auf die große Leinwand geschafft hat. 

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Filmplakat

Neustarts am 01.11.2018

Bohemian Rhapsody

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