Teresa

Ein Leben zwischen Licht und Schatten

04.12.2025

Sieben Tage aus dem Leben einer der berühmtesten Frauen des 20. Jahrhunderts, die zudem 1979 den Friedensnobelpreis erhielt – das hätte ein richtig gelungener Film werden können. Leider ist das Biopic TERESA – EIN LEBEN ZWISCHEN LICHT UND SCHATTEN von Teona Strugar Mitevska eine einzige Enttäuschung – ein dröges Nichts. Natürlich geht es in diesem Film um Mutter Teresa (1910-1997).

Der Regisseurin Teona Strugar Mitevska war es verständlicherweise ein besonderes Anliegen, diesen Film zu drehen – schließlich sind beide Frauen in der selben Stadt geboren: in Skopje, der heutigen Hauptstadt von Nordmazedonien. (1910, bei der Geburt von Agnes Gonxha Bojaxhiu – Mutter Teresas ursprünglicher Name -, hieß sie noch Üsküp.)

Kalkutta, Indien, August 1948: Kurz vor ihrem 38. Geburtstag wartet Mutter Tteresa (Noomi Rapace), bislang Oberin des Ordens der Schwestern von Loreto, sehnsüchtig auf einen Brief aus dem Vatikan. Sie hatte den Papst um die Erlaubnis gebeten, das Kloster verlassen zu dürfen, um einen eigenen Orden zu gründen und so Gott besser dienen zu können.

Wir erleben sieben Tage lang den Alltag der gläubigen Christin: Mutter Teresa streift durch die Straßen Kalkuttas, diskutiert mit ihren Ordensschwestern, streitet sich mit Schwester Agnieszka (Sylvia Hoeks) und Pater Friedrich (Nikola Ristanovski) und arbeitet als Lehrerin. Und endlich trifft der Brief ein: Teresa darf ihren Orden „Missionarinnen der Nächstenliebe“ gründen. Sie wird zur „Mutter“ der Ärmsten der Armen – auf den Straßen von Kalkutta…

Teona Strugar Mitevska hat gar nicht erst versucht, aus TERESA – EIN LEBEN ZWISCHEN LICHT UND SCHATTEN ein Heldenepos zu machen. Ihre Teresa ist eine energische, oft jähzornige Frau, die weiß, was sie will – eine Frau mit allen Ecken und Kanten. Das war wahrscheinlich für Noomi Rapace (bekannt geworden als Lisbeth Salander in der Millenium-Trilogie „Verblendung / Verdammnis / Vergebung“) der Anreiz, diese Rolle zu übernehmen. Doch damit hat sie sich keinen Gefallen getan.

Trailer

ab12

Originaltitel

Mother (Nordmazedonien / Schweden 2025)

Länge

104 Minuten

Genre

Biographie / Historie / Drama

Regie

Teona Strugar Mitevska

Drehbuch

Teona Strugar Mitevska, Goce Smilevski, Elma Tataragic

Kamera / Bildgestaltung

Virginie Saint-Martin

Darsteller

Noomi Rapace, Sylvia Hoeks, Nikola Ristanovski, Marijke Pinoy, Ekin Corapci, Labina Strugar Mitevska, Akshay Kapoor, Vala Noren

Verleih

Vuelta Germany

Filmwebsite

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