Tanz ins Leben

Kinostart: 31.05.2018

OT: Finding Your Feet (Großbritannien 2017)
Länge: 111 Minuten
Genre: Drama / Komödie
Regie: Richard Loncraine
Drehbuch: Nick Moorcroft, Meg Leonhard
Darsteller: Imelda Staunton, Timothy Spall, Celia Imrie, David Hayman, John Sessions, Joanna Lumley, Josie Lawrence, Indra Ové
Verleih: Entertainment One Germany GmbH

Lady Sandra Abbott (Imelda Staunton) ist nach 35 Ehejahren rundum zufrieden mit ihrem Leben. Ihr Mann Mike (John Sessions), der es als Polizeibeamter zu höchsten Ehren, zu einem Adelstitel gebracht hat, feiert seinen Ruhestand. Doch die Party auf dem Abbott-Landsitz endet mit einem Eklat. Sandra entdeckt, dass Mike, für den sie alles, auch ihre eigenen Träume, opferte, sie seit Jahren betrügt – mit ihrer besten Freundin. Geschockt verlässt sie ihn und zieht Hals über Kopf bei ihrer Schwester Bif (Celia Imrie) in London ein, mit der sie seit Jahren nur noch sporadisch Kontakt hatte. Doch die unkonventionelle, rebellische Bif zögert nicht lange und versucht, ihre steife, versnobte Schwester aufzumuntern. Und dazu gehört auch eine Tanzgruppe rüstiger Senioren, unter ihnen der sympathische Charlie (Timothy Spall), die zusammen ihre Freundschaft und das Leben feiern. Widerwillig lässt sich Sandra auf dieses große Abenteuer ein. Sie ahnt nicht, dass sie beim Tanzen nicht nur zu sich selbst, sondern auch neue romantische Hoffnung finden wird… 

Kritik

Ja, TANZ INS LEBEN mag nach dem klassischen Muster für Filme für die ältere Generation funktionieren, aber das macht nichts, wenn die Geschichte so charmant erzählt wird.

Die Menge an Klischees, die für TANZ INS LEBEN ausgegraben werden, ist schon beachtlich. Aber obwohl man das Gefühl hat, die einzelnen Versatzstücke schon mehrfach gesehen zu haben, bereits der Film jede Menge Vergnügen. Das liegt in erster Linie an der großartigen Besetzung. Regisseur Richard Loncraine hat hier eine wunderbare Riege der besten britischen Schauspieler zusammen getragen. Imelda Staunton, Timothy Spall oder Celia Imrie, um nur ein paar zu nennen, tragen TANZ MIT LEBEN mit so viel Leichtigkeit, dass es eine wahre Freude ist, diese Herrschaften ein Stück ihres Weges zu begleiten.  

Und selbst am Ende, wenn man in anderen Filmen ernüchternd feststellen muss, dass alles so eingetreten ist, wie man es eingangs vermutet hatte, verlässt man hier das Kino mit einem wohligen Gefühl. Und machmal ist das schon genug… 

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Filmplakat

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