Tabaluga – Der Film

Kinostart: 06.12.2018

ab0 OT: Tabaluga – Der Film (Deutschland 2018)
Länge: 90 Minuten
Genre: Animation / Familie
Regie: Sven Unterwaldt
Drehbuch: Gerrit Hermans, Marco Petry, Hortense Ullrich, Toby Genkel, nach einer Vorlage von Peter Maffay, Gregor Rottschalk, Helge Heine und Rolf Zuckowski
Darsteller: Wincent Weiss, Yvonne Catterfeld, Michael Bully Herbig, Rick Kavanian, Heinz Hoenig, Rufus Beck, Katharina Thalbach, Sven Unterwaldt, Nick Romm, Erich Räuker, Juana von Jascheroff, Gregor Rottschalk
Verleih: Sony Pictures Releasing GmbH

Der kleine Drache Tabaluga (Wincent Weiss) lebt mit seinem besten Freund, dem Glückskäfer Bully (Michael Bully Herbig), und seinem Ziehvater, dem Raben Kolk (Rufus Beck), im idyllischen Grünland. Es könnte alles so schön sein, doch Tabaluga will es nicht gelingen, sein Feuer zu entfachen, ohne das er sich nicht als richtiger Drache fühlt. Auf der Suche nach seinem Feuer macht er sich zusammen mit Bully auf den Weg nach Eisland. Dabei lernt er den Eisbären Limbo (Rick Kavanian) und die schöne Eisprinzessin Lilli (Yvonne Catterfeld) kennen. Durch sie entdeckt Tabaluga die Macht der Liebe, die endlich auch sein Feuer zu entzünden vermag. Dank Lilli ist er nun stark genug, sich dem bösen Schneemann Arktos (Heinz Hoenig) zu stellen…

Kritik

Der kleine Drache TABALUGA sucht nach seinem Feuer, findet aber leider nur die Mittelmässigkeit…

In den 1980er Jahren schuf Peter Maffay zusammen mit Gregor Rottschalk und Ralf Zuckowski den kleinen Drachen TABALUGA für ein Konzeptalbum. Was ursprünglich als einmalige Sache geplant war, entwickelte ich über die nachfolgenden Jahre zu etwas immer Größeren. Das lag natürlich in erster Linie daran, dass die Geschichten um diesen Drachen mit ganz viel Liebe entstanden sind. Jetzt wagt TABALUGA endlich auch den Schritt auf die Kinoleinwände, doch was Sven Unterwaldt hier fabriziert hat, dürfte die Zuschauer nur kopfschüttelnd zurücklassen. 

Da wäre in erster Linie einmal die Animation. Diese bewegt sich irgendwo zwischen „in Ordnung“ und „haben wir schon mal besser gesehen“. Die Figuren wirken irgendwie detaillos und langweilig, fast so als ob am Ende kein Geld mehr für eine bessere Figurenoptik da gewesen wäre. 

Aber auch die Story wirkt langweilig und bieder. Ein kleiner Held, dem ein wenig Selbstbewusstsein fehlt und der es trotzdem mit einem bösen Wesen aufnimmt – das hat man irgendwie schon zig Mal auf der Leinwand gesehen. TABALUGA erzählt hier eine Geschichte, die so wirkt, als sei sie von einer künstlichen Intelligenz geschrieben worden, die man vorher mit allen bekannten Stories dieses Genres gefüttert hätte. 

Aber selbst die Musik ist auf allen Peter-Maffay-Alben besser intoniert. Und vor allem: Warum kommt DAS Stück, dass jeder mit TABALUGA verbindet („Ich wollte nie erwachsen sein…“) erst im Abspann? 

Nun ja, äußerst schade, dass man das Potential dieser tollen Figur so gar nicht erkannt hat. Aber zum Glück gibt es ja genügend andere Filme in dieser Startwoche zu sehen…

Bildergalerie

Trailer

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Filmplakat

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