Swimming With Men

Kinostart: 07.06.2018

ab0 OT: Swimming With Men (Grobbritannien 2018)
Länge: 103 Minuten
Genre: Komödie
Regie: Oliver Parker
Drehbuch: Aschlin Ditta
Darsteller: Rob Brydon, Adeel Akhtar, Daniel Mays, Jim Carter, Rubert Graves, Thomas Turgoose, Charlotte Riley, Jane Horrocks
Verleih: Alamode Filmdistribution OHG

Eric (Rob Brydon) steckt mitten in der Midlife-Crisis: Seine Frau steigt in der Lokalpolitik auf, der Teenager-Sohn entfremdet sich täglich mehr von ihm und sein Job als Buchhalter langweilt ihn unsäglich. Als er abends seine gewohnten Bahnen im Schwimmbad zieht, bemerkt er plötzlich etwas Merkwürdiges: Eine bunt zusammengemischte Gruppe an Männern gleitet rhythmisch neben ihm durchs Becken. Den Synchronschwimmern fehlt jedoch noch ein Mann, um tatsächlich kunstvollere Schwebefiguren ins Wasser zu zaubern. Unversehens wird Eric in der herzlichen Amateurtruppe aufgenommen. Und während das Ballett in Badehosen tatsächlich immer besser wird, findet auch Eric neuen Mut, sein Leben nochmal auf den Kopf zu stellen und seiner Frau zu beweisen, dass weitaus mehr in ihm steckt, als sie für möglich hielt.

Kritik

Am 1. Juli beendet SWIMMING WITH MEN das diesjährige Edinburgh International Film Festival.Bei uns kommt die Komödie über männliche Synchronschwimmer bereits drei Wochen zuvor in die Kinos.

Dass ein britischer Film in den deutschen Kinos noch vor seinem Start im Heimatland zu sehen ist, ist ein seltener Sonderfall. Meist müssen sich die deutschen Verleiher vertraglich verpflichten, einen Film nicht vor dem Start im Herkunftsland zu veröffentlichen. Das hat zur Folge, dass sich bei einer dortigen Verschiebung auch der deutsche Starttermin nach hinten verlegt werden muss. Warum das nun bei SWIMMING WITH MEN nicht der Fall ist, ist mir leider nicht bekannt. Aber egal, so komme ich tatsächlich einmal in den Genuss, den Abschlussfilm in Edinburgh vor dem Start des Festivals sehen zu können. 

Eigentlich waren die Abschlussfilme in Edinburgh immer ein Qualitätsmerkmal. So gab es im letzten Jahr das Morrissey-Biopic THIS IS ENGLAND zu sehen, dass es leider nie bis nach Deutschland geschafft hat. Nun ist es also SWIMMING WITH MEN.

Wirklich und vollends überzeugen kann der Film dann aber leider nicht. Das liegt in erster Linie daran, dass der Funke nicht so recht überspringen mag. Wie die Hauptfigur, gespielt von Rob Brydon zur Synchronschwimmer-Gruppe, aber auch wie die Truppe dann gemeinsam trainiert, ist ziemlich holprig inszeniert. Immer wieder scheint Regisseur Oliver Parker seinen Fokus zu verlieren. Kleinigkeiten werden angedeutet, die sich jedoch im Nirvana oder in Unwichtigkeit auflösen. Und dass die Bewegungen der Gruppe bei der Weltmeisterschaft plötzlich um Längen besser aussehen, als beim stümperhaften Üben im heimischen Hallenbad, trägt auch nicht zwingend zur Glaubwürdigkeit bei.

Und wo wir gerade beim Thema sind: Warum musste es unbedingt gleich eine Weltmeisterschaft sein, an der die Männer nach extrem kurzer Trainingsphase teilnehmen müssen? Ein etwas weniger „spektakulärer“ Anlass hätte dem Film durchaus gut getan. So bleibt am Ende leider recht wenig übrig von einer ansonsten interessanten Grundidee. SWIMMING WITH MEN ist leichte Unterhaltung, die schnell wieder in Vergessenheit gerät. 

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Filmplakat

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