Supa Modo

Kinostart: 18.04.2019

ab0 OT: Supa Modo (Deutschland / Kenia 2018)
Länge: 74 Minuten
Genre: Drama
Regie: Likarion Wainaina
Drehbuch: Mugambie Nthiga, Silas Miami, Wanjeri Gakuru, Kamau Wandung'u, nach einer Geschichte von Likarion Wainaina
Darsteller: Stycie Waweru, Marrianne Nungo, Nyawara Ndambia, Johnson Fish Chege, Humphrey Maina
Verleih: Sächsischer Kinder- und Jugendfilmdienst e. V.

Die neunjährige Jo liebt Actionfilme und träumt davon, selbst eine Superheldin zu sein. Ihr größter Wunsch: einen Film zu drehen, in dem sie selbst die Hauptrolle spielt. In ihrer Fantasie vergisst sie, dass sie unheilbar krank ist. Irgendwann kann Jos Schwester nicht mehr mit ansehen, wie das lebensfrohe Mädchen die kostbare Zeit, die ihm noch bleibt, nur im Bett verbringt. Sie ermutigt Jo, an ihre magischen Kräfte zu glauben und animiert das ganze Dorf, Jos Traum wahr werden zu lassen. 

Kritik

Und plötzlich kommt mit SUPA MODO einer der wunderschönsten Filme des Jahres um die Ecke…

Es war im vergangenen Juni 2018, als ich während des Filmfests Emden-Norderney auf SUPA MODO stieß. Ein kleiner, unscheinbarer Film, gerade mal 74 Minuten lang, der da irgendwie aus dem Programm herausblickte. Die erste Vorführung konnte ich aufgrund terminlicher Überschneidungen leider nicht wahrnehmen, dafür setzte sich die Mund-zu-Muns-Propaganda unter den Kollegen sehr schnell in Gang. Plötzlich war die Rede von einem Must-See, einer kleinen Perle und anderer Lobdudeleien. Und was macht man als Filmkritiker in einem solchen Fall? Na klar, man scheißt sein mühevoll aufgestelltes Festivalprogramm kurzerhand um, um diesen Film bloß nicht zu verpassen. 

Doch meist folgt kurzerhand die Enttäuschung, wenn man sich mit solch hohen Erwartungen in einen Film setzt. Nicht so bei SUPA MODO. Nicht einmal ansatzweise. Warum das so ist, wird schnell klar, wenn man sich ein wenig mit dem Film beschäftigt. Dem Regisseur Likarion Wainaina war es wichtig, einen „ehrlichen“ Film zu machen. Er wollte selbst eine tödliche Krankheit nicht totschweigen, sondern ihr mit jeder Menge Lebensmut begegnen. Diese Ehrlichkeit ist es dann am Ende auch, was besonders heraussticht. Und die Herzlichkeit, mit der ein ganzes Dorf die letzten Tage eines kleinen Mädchen verschönert. 

SUPA MODO ist ergreifendes und herzensgutes Kino, das trotz seiner geringen Lauflänge noch lange im Kopf des Besuchers nachhallt. Kein Wunder, dass der Film am Ende in Emden/Norderney auch mit einem Preis bedacht wurde. 

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