Ein Film über eine Cover-Band mit Songs von Neil Diamond und den beiden Mega-Stars Hugh Jackman und Kate Hudson: Eigentlich stehen die Zeichen für SONG SUNG BLUE ziemlich gut…
Der Vietnam-Veteran Mike Sardina (Hugh Jackman) ist seit 20 Jahren trocken und jobbt als Mechaniker, doch seine wahre Liebe gilt der Musik. Immer wieder steht auf den Bühnen Milwaukees und gibt sein Bestes als Cover-Sänger. Als er jedoch die Sängerin Claire Stengl (Kate Hudson) zum ersten Mal auf der Bühne singen sieht, ist es um ihn geschehen. Schnell entdecken die beiden nicht nur ihre gegenseitige Zuneigung, sondern auch ihre Liebe zur Musik. Und so dauert es nicht lange, bis sie die Neil-Diamond-Tribute-Band „Lightning & Thunder“ gründen und damit kräftig durchstarten. Trotz etlicher Schicksalsschläge versuchen sie immer wieder, ihren Weg zu finden und für ihren Traum zu kämpfen.
Im Dezember 20025 hatte der Verleih Universal einen cleveren Einfall und man überraschte die Gäste eines Konzerts der sensationellen Berliner Coverband „Ludi & the Lads“: Plötzlich standen Hugh Jackman und Kate Hudson auf der Bühne und gaben mit der Band „Sweet Caroline“ zum Besten, den wohl bekanntesten Song von Neil Diamond.
2008 sah Regisseur Craig Brewer beim Indie Film Festival Memphis die Dokumentation „Song Sung Blue“ und war begeistert, wie dieses Paar trotz aller Widrigkeiten ihren Weg als Neil-Diamond-Tribute-Band beschritt. Es sollte trotzdem noch viele Jahre ins Land ziehen, bevor er aus der Geschichte in einen Spielfilm verwandeln konnte.
Neil Diamond zeichnet sich für einige der größten Hits der amerikanischen Musikgeschichte verantwortlich, neben „Sweet Caroline“ wären das „Forever in Blue Jeans“, „I‘m a Believer“ oder eben SONG SUNG BLUE, um nur ein paar wenige zu nennen. Hugh Jackman auf der anderen Seite hat schon mehrfach bewiesen, dass er ein erstklassiger Sänger ist, man denke nur an seine eindrucksvolle Performance in „(The) Greatest Showman“. Genau diesen Film hatte ich im Hinterkopf, als ich im Kinosaal für die Pressevorführung Platz nahm. Am Ende musste ich leider feststellen, dass meine Erwartungshaltung ein wenig zu hoch war. Zwar ist die Geschichte dieser beiden Vollblutmusiker beeindruckend und bewegend, letztendlich entwickeln die Songs von Neil Diamond aber nicht die Kraft, die einst dem Greatest-Showman-Soundtrack beiwohnte.
Handwerklich lässt sich an SONG SUNG BLUE nicht wirklich etwas aussetzen, Brewer setzt die Geschichte mit seiner Kamerafrau Amy Vincent gekonnt in Szene und Hugh Jackman und Kate Hudson spielen toll. Nur der Funke wollte bei mir irgendwie nicht so recht überspringen.
Das ging mir bei einem Konzert von „Ludi & the Lads“ vor kurzem ganz anders. Wer die Berliner Band noch nicht kennt, sollte das schleunigst ändern, denn das Feuerwerk, dass die Band auf der Bühne entzündet, ist wirklich unfassbar stark. Ich freue mich jedenfalls schon sehr auf den nächsten Gig. Ob ich mir SONG SUNG BLUE noch ein zweites Mal anschaue, bleibt abzuwarten…
Song Sung Blue (USA 2025)
133 Minuten
Drama / Musical
Craig Brewer
Craig Brewer, nach dem Dokumentarfilm von Greg Kohs
Amy Vincent
Hugh Jackman, Kate Hudson, Michael Imperioli, Ella Anderson, King Princess, Mustafa Shakir, Hudson Hensley, John Beckwith, Fisher Stevens, Jim Belushi
Universal Pictures International Germany GmbH