Solo – A Star Wars Story

Kinostart: 24.05.2018

OT: Solo – A Star Wars Story (USA 2018)
Länge: 134 Minuten
Genre: Action / Abenteuer / Fantasy
Regie: Ron Howard
Drehbuch: Jonathan Kasdan, Lawrence Kasdan
Darsteller: Alden Ehrenreich, Woody Harrelson, Emilia Clarke, Donald Glover, Thandie Newton, Phoebe Waller-Bridge, Joonas Suotamo, Paul Bettany
Verleih: Walt Disney Studios Motion Pictures Germany GmbH

Bei einer Reihe waghalsiger Abenteuer in der düsteren und gefährlichen kriminellen Unterwelt lernt Han Solo (Alden Ehrenreich) seinen späteren Co-Piloten Chewbacca (Joonas Suotamo) kennen und trifft auf den berüchtigten Glücksspieler Lando Calrissian (Donald Glover). SOLO: A STAR WARS STORY markiert den Beginn der außergewöhnlichen Freundschaft des wohl ungewöhnlichsten Helden-Duos der Star-Wars-Saga! 

Kritik

Michael Spangenberg / nochnfilm.de

Der coolste Pilot der Galaxis, Han Solo, und sein großer Freund Chewbacca kehren mit Lichtgeschwindigkeit auf die große Leinwand zurück: SOLO: A STAR WARS STORY

Mit diesem Film erhöht Disney die Star Wars Frequenz ein wenig. Statt im Dezember, wie die Episoden VII und VIII, sowie ROGUE ONE, kommt der vierte Film der Star-Wars-Neuzeit bereits im Mai auf die Kinoleinwände. Und das obwohl der Film eine turbulente Entwicklung hinter sich hat. 

Ursprünglich sollten Phil Lord und Chris Miller (21 JUMP STREET, THE LEGO MOVIE) Regie führen, doch aufgrund von Streitigkeiten trennte man sich Monate nach Drehbeginn von ihnen und ersetzte sie durch den Regie-Veteranen Ron Howard. Dem stand nun die schwierige Aufgabe zu, aus den Bruchstücken noch einen vorzeigbaren Film zu machen. Dass ihm das gelungen ist, können wir nun in den Kinos bewundern. 

Von unterschiedlichen Tonalitäten ist im fertigen Werk nichts mehr zu sehen, stattdessen wirkt der Film tatsächlich wie aus einem Guss. Aber das Erfrischende ist, dass es endlich einmal nicht um einen Sternenkrieg geht und es keine großen Weltraumschlachten gibt. Nein, SOLO: A STAR WARS STORY ist vielmehr ein Western, der im Weltraum spielt. Er erinnert vielmehr an die viel zu schnell abgesetzte Serie FIREFLY mit Nathan Fillion, denn an die bisherigen Abenteuer. Und das ist auch gut so. 

Alden Ehrenreich, dem viele die Rolle des Han Solo nicht zugetraut haben, meistert seine Aufgabe durchaus bravourös. Die Süffisanz der späteren Darstellung eines Harrison Ford klingt zumindest schon mal in Ansätzen durch. 

Einzig und allein die Länge ist hier ein wenig zu bemängeln, denn die 134 Minuten benötigt der Film eigentlich nicht. Ein paar Kürzungen hier und dort hätten SOLO: A STAR WARS STORY durchaus gut getan. So ist dieser Film vielleicht der schwächste der neuen Star Wars Filme, aber der Abstand ist wirklich äußerst gering. 

Jetzt dürfen wir uns dann auf die Episode IX freuen, mit der Disney dann wieder zum alten Rhythmus zurückfindet – Der Kinostart ist für Dezember 2019 geplant… 

Gastkritik

von Claudia-Janet Kaller

Eines vorweg: SOLO – A STAR WARS STORY ist ein für sich stehender Sci-Fiction Film. Lag bisher der Fokus auf der „Macht“ und wie man sie erlangt bzw. nutzt oder missbraucht, so ist dieser Film erfrischend „Macht“-frei. [Bisher, denn es kann ja noch Fortsetzungen geben…] Man kann sich diesen Film ansehen, ohne auch nur einen der bisherigen STAR WARS Filme je gesehen zu haben. Und man kann dies mit Kindern tun, denn SOLO – A STAR WARS STORY ist für ein breites Publikum gedreht worden.

Die gut geölte STAR WARS – Maschinerie läuft weiter – Neuester Ableger SOLO – A STAR WARS STORY. Wie der Titel schon vermuten lässt, im Zentrum des Geschehens steht der Corellianer Han Solo und wie es zur Freundschaft bzw. Partnerschaft mit seinem legendär zotteligen Wookie Co-Piloten Chewbacca kommt. Dies ist mit Abstand der beste Teil des Films. Man kann sogar mal lachen.

Fans wissen, Han Solos legendärer dritter Satz überhaupt war: „You’ve never heard of the Millienium Falcon? It’s the ship that made the Kessel-Run in less than twelve parsecs!“ – Damit katapultierte sich dieser selbstherrliche, arrogante Schmuggler mit seinem Schiff, 1977 direkt in die Herzen der Zuschauer. Wer sich immer schon mal fragte, wie die berühmt berüchtigte Kessel-Strecke aussieht und wie man sie fliegt, der bekommt diesmal eine Antwort. Vielleicht nicht so eine bombastisch verrückte und innovativ neue, wie man es sich für eine STAR WARS Geschichte gewünscht hätte. Ich war enttäuscht, leider ziemlich enttäuscht.

Trotzdem ist SOLO – A STAR WARS STORY ein gelungen spaciger Western geworden. Jede Menge Filmzitate aus anderen Filmen, wie OLIVER TWIST, IM WESTEN NICHTS NEUES, RED RIVER, MAX MAX UNTER DER DONNERKUPPEL, DER MALTESER FALKE, CHAPPIE, sowie den TV Serien CLONE WARS bzw. STAR WARS REBELS etc. sind die Geschichte, ohne das man so richtig viel Neues erfährt. Vielleicht muss man das aber auch nicht. Kommt auf den Standpunkt an.

Aber der Star Wars Neueinsteiger Alden Ehrenreich meistert die Aufgabe den jungen Han Solo zu spielen viel besser als alle geglaubt haben. Der Film lebt von ihm und dem neuen Chewbacca Darsteller. Denn leider ist irgendwie bei diesem Overkill etwas Wichtiges auf der Strecke geblieben: Es fehlt viel von dieser Magie, dieses besondere Etwas, das Mitte der 1970er bis 1980er den Mythos begründeten. 134 Minuten Film sind ein wenig viel, wenn der Funke, der das Fieber 1977 einst begründete, nicht so ganz überspringen mag. 

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