Snake Eyes – G.I. Joe Origins

Kinostart: 19.08.2021

ab12 OT: Snake Eyes - G.I. Joe Origins (USA 2021)
Länge: 122 Minuten
Genre: Action / Abenteuer
Regie: Robert Schwentke
Drehbuch: Evan Spiliotopoulos, Joe Shrapnel
Darsteller: Henry Golding, Andrew Koji, Úrsula Corberó, Samara Weaving, Haruka Abe, Takehiro Hira, Peter Mensah, Iko Uwais, Eri Ishida, Samuel Finzi
Verleih: Paramount Pictures Germany GmbH

Nach zwei erfolglosen Verfilmungen (2009 und 2013) versucht der Spielzeug-Hersteller Hasbro nun mit SNAKE EYES erneut, das Franchise seiner Action-Figuren-Reihe G.I. Joe anzukurbeln.  

Ich muss ehrlich gestehen, dass ich nie so recht verstanden, woher diese G.I-Joe-Reihe überhaupt kommt. Comics? Romane? Nein, es handelt sich um Action-Figuren aus den 80er-Jahren (in denen ich eigentlich aufgewachsen bin), zu denen dann Zeichentrick-Serien produziert worden sind. Diese sind aber irgendwie komplett an mir vorbei gegangen. Aber egal, betrachten wir diesen Film doch einfach einmal ohne die Hintergrund-Geschichte.

Seit sein Vater vom mysteriösen Mr. Augustine (Samuel Finzi) getötet wurde, sinnt Snake Eyes (Henry Golding) auf Rache. Als ihm der Yakuza-Boss Kenta (Takehiro Hira) anbietet, den Mörder ausfindig zu machen, tritt er dem Clan in Los Angeles bei. Jedoch weigert er sich, den ausgemachten Verräter Tommy (Andrew Koji) zu töten und flieht. Dieser entpuppt sich als Thronfolger des japanischen Arashikage-Clans und nimmt Snake Eyes fortan in Tokio unter seine Fittiche und bildet ihn als Ninja aus. Besteht er am Ende die drei Prüfungen, so wird er in den Clan aufgenommen. Zum ersten Mal in seinem Leben spürt Snake Eyes so etwas wie ein Zuhause, doch seine Sehnsucht nach Rache kommt ihm immer wieder in die Quere.

Im Prinzip erzählt der deutsche Regisseur Robert Schwentke eine klassische Ninja-Geschichte. Eine Figur wie Snake Eyes, die zwischen Loyalität und Rache gefangen ist, gab es in der Filmwelt auch schon zuhauf. Dass dieser Film trotzdem interessant bleibt, liegt an der eindrucksvollen Umsetzung. Darsteller, Settings, Farben, Kampfchoreographien – alles ist auf durchaus hohem Niveau vorhanden. An die hohe Kampfkunst der Japaner kommt die Darstellung dann aber doch nicht heran, aber das ist Jammern auf hohem Niveau. 

Lediglich in der zweiten Hälfte wird es ein wenig undurchsichtig. Wer ist wer und steht nun eigentlich auf wessen Seite und vor allem: warum? Das sind die Fragen, die zumindest mir immer wieder durch den Kopf gingen. Viellicht liegt es daran, dass irgendwann recht unvermittelt noch andere Figuren aus dem G.I. Joe Universum auftauchen, vermutlich aus rein marketing-technischen Gründen. Das schwächt den Gesamteindruck ein wenig, aber zurück bleibt immerhin solide Blockbuster-Action. 

Trailer

Comments Closed

Kommentare sind geschlossen.

Filmplakat

Neustarts am 19.08.2021

Escape Room 2 – No Way Out

Wenn ein mit schmalem Geldbeutel produzierter Horror-Thriller ein Vielfaches seines Budgets wieder einspielt, ist klar, dass eine Fortsetzung beschlossene Sache ist. Keine zwei Jahre später sehen wir jetzt mit ESCAPE ROOM 2 – NO WAY OUT das Ergebnis. 

Doch das Böse gibt es nicht

Als Jury-Präsident Jeremy Irons vor eineinhalb Jahren den Gewinner des Goldenen Bären der Berlinale 2020 bekannt gab, war die Reaktion fast durchweg positiv. Mit dem aufwühlenden Meisterwerk DOCH DAS BÖSE GIBT ES NICHT hatte der iranische Regisseur Mohammad Rasoulof den Nerv der Zeit getroffen. 

Beflügelt – Ein Vogel namens Penguin Bloom

Wenn man die Geschichte zu BEFLÜGELT – EIN VOGEL NAMENS PENGUIN BLOOM das erste Mal hört, dann bekommt man den Eindruck, dass der Film entweder extrem kitschig wird, oder aber besonders einfühlsam. Ein Dazwischen kann man sich nur schwer vorstellen. 

Parfum des Lebens

In seinem Film PARFUM DES LEBENS lässt der Regisseur Grégory Magne zwei ungleiche Menschen aufeinandertreffen. Im Prinzip also eine Rahmenhandlung, wie man sie bereits hundertfach im Kino gesehen hat, wäre da nicht die Welt der Düfte, in der der Film spielt. Eine Welt, die den meisten von uns verborgen sein dürfte, über die wir hier aber Weiterlesen

Promising Young Woman

Serien-Junkies kennen sie als Camilla Shand aus „The Crown“ – genau: als die Frau an der Seite von Prince Charles, der so gar nichts an Lady Di fand. Die Britin Emerald Fennell hat jetzt mit „Promising Young Woman“ ein fulminantes Regiedebüt vorgelegt, das wohl jeden Zuschauer bis in Mark erschüttern wird. Hier hat eine Regisseurin Weiterlesen

Queen Bees

Es gibt ein Filmgenre, das auch für die leidenschaftlichsten Kinofans absolut grenzwertig ist: Rentner-Komödien. Wir Deutschen haben seit Jahren das Pech, ständig heimische Vertreter dieser Gattung ertragen zu müssen. Das ist nicht lustig! Die neueste Variante kommt jetzt aus den USA: „Queen Bees“ von Michael Lembeck. Und es wird nicht besser. 

Shane

Julian Temple ist seit 40 Jahren der Meister des britischen Musikfilms. In „Shane“ verbeugt er sich vor Shane MacGowan: Rebell, Punk und Poet. Er war der Frontmann der legendären irischen Band „The Pogues“, ein begnadeter Songwriter und ein kompromissloser Selbstzerstörer.