Short Term 12

ab12 OT: Short Term 12 (USA 2013)
Länge: 96 Minuten
Genre: Drama
Regie: Destin Cretton
Drehbuch: Destin Cretton
Darsteller: Brie Larson, John Galagher Jr., Kaitlyn Dever, Rami Malek, Keith Stanfield, Kevin Hernandez, Melora Walters, Stephanie Beatriz, Lydia du Veaux, Alex Calloway, Frantz Turner, Diana Maria Riva
Verleih: Edel:Motion Film
Veröffentlichung: 26.09.2014

Grace (Brie Larson) ist Mitte 20 und Teamleiterin bei „Short Term 12“, einer Auffangstation für verhaltensauffällige Kinder und Jugendliche. Zusammen mit ihrem Kollegen Mason (John Gallagher Jr.), mit dem sie privat eine Beziehung führt, gibt sie alles für das Wohlbefinden der jungen Menschen, und diese vertrauen ihr vollkommen. Auch als die junge Frau Jayden (Kaitlyn Dever), die an einer Aggressionsstörung leidet, eingeliefert wird, gelingt es Grace, sofort eine Verbindung mit ihr aufzubauen. Doch als Jayden ihr ihre Geschichte offenbart, wird Grace an eigene dunkle Zeiten ihrer Kindheit erinnert und sie verschließt sich Mason immer mehr. Dessen Sorge um sie wird darauf immer größer, doch seine Versuche, Grace zum Reden zu bringen, machen diese nur wütend. Wird sie es schlussendlich schaffen, sich Mason gegenüber so zu öffnen, wie es die Kinder von „Short Term 12“ ihr gegenüber tun? 

Kritik

Manchmal schaffen es kleine, aber durchaus eindrucksvolle Filme nicht, in die deutschen Kinosäle zu gelangen. SHORT TERM 12 ist genau so ein Film. Seine Deutschlandpremiere feierte der Film im Oktober 2013 beim Filmfest Hamburg und zählte dort für mich zu den absoluten Highlights des Festivals. Immerhin hat sich mit Edel:Motion Film ein deutscher Verleih gefunden, der das Meisterwerk zumindest in die deutschen Heimkinos bringt. Das soll für uns bei nochnfilm.de gleichzeitig der Startschuss für die neue Kategorie „Heimkino“, in der wir in loser Folge ausgewählte Filme vorstellen wollen, die eigentlich einen Kinostart verdient hätten.

Zur Premiere auf dem Filmfest Hamburg war Regisseur Destin Cretton angereist, um seinen Film persönlich vorzustellen. Dabei erzählte er auch von der autobiografischen Seite des Filmes. Die Geschichte basiert nämlich auf seinen eigenen Erfahrungen während seiner Tätigkeit in einer solchen Einrichtung für verhaltensauffällige Jugendliche. Diese Tatsache erklärt sicherlich auch, warum SHORT TERM 12 so ausgesprochen realistisch wirkt und zu Herzen geht.

Während er seinen Master of Film and New Media an der San Diego State University machte, drehte er bereits einen zwanzigminütigen Kurzfilm mit dem gleichen Titel. Nachdem er damit den Jurypreis in Sundance gewann, entschloss er sich, daraus eine Spielfilmversion zu schaffen.

SHORT TERM 12 ist einer dieser Filme, für die dieses Medium geschaffen wurde, denn er erzählt auf eine unheimlich einfühlsame Art und Weise eine kleine Geschichte, die zu Herzen geht. Mit Brie Larson hat Cretton zudem noch eine der vielversprechendsten Nachwuchsdarstellerinnen gefunden, die ihre Rolle mit so viel Leben füllt, dass man sich keine andere Schauspielerin an ihrer Statt vorstellen kann.

verlosung_shortterm12_fbVerlosung

Zum Heimkino-Start von SHORT TERM 12 verlosen wir gemeinsam mit Edel:Motion Film 2× den Film auf DVD. Um zu gewinnen, bitte einfach bis zum 1. November 2014 den Eintrag zum Gewinnspiel auf unserer Facebook-Seite teilen oder hier auf dieser Seite einen Kommentar hinterlassen. Unter allen geteilten Inhalten und Kommentaren ziehen wir dann im Anschluss die Gewinner. Der Rechtsweg ist dabei selbstverständlich ausgeschlossen und die Gewinner werden im Anschluss benachrichtigt.

Bildergalerie

Invalid Displayed Gallery

Trailer

Comments Closed

Kommentare sind geschlossen.

Filmplakat

Weitere Beiträge in dieser Kategorie

Mulholland Drive

Im August 2016 startete die Kulturredaktion der BBC eine Umfrage: Gesucht wurden die besten Filme des neuen Jahrtausends – also die Filme, die zwischen 2000 und 2016 ins Kino gekommen waren. 177 Filmkritiker, Wissenschaftler und Kuratoren aus weltweit 36 Ländern reichten ihre Top Ten ein. Eindeutiger Sieger wurde der Neo-noir-Thriller MULHOLLAND DRIVE (2001) von David […] Weiterlesen

Pig (EIFF 2021)

Man könnte diesen Film leicht übersehen, aber tatsächlich legt Nicolas Cage als Trüffeljäger in PIG endlich einmal wieder eine überragende Performance hin. Der Film eröffnet zugleich das Edinburgh International Film Festival, das in diesem Jahr endlich wieder seine Tore aufmacht, wenn auch nur virtuell für mich.  Weiterlesen

The Bee Gees: How Can You Mend A Broken Heart

Viele Pop- und Rock-Gruppen werden über Nacht berühmt und halten über Jahre ihr Top-Level, bis die Mitglieder das Ende der Band verkünden – bekannte Beispiele sind die „Beatles“ und „ABBA“. Wie der Zufall es will, dauerten beide Karrieren jeweils genau acht Jahre (1962-1970, beziehungsweise 1974-1982). Andere, wie die „Rolling Stones“, sind gefühlt immer schon da, […] Weiterlesen

Feedback – Sende oder stirb

Der kontroverse Late Night-Talker Jarvis Dolan („Atomic Blonde“-Star Eddie Marsan) erlebt die schrecklichste Nacht seines Lebens, als Maskierte sein Radiostudio stürmen. Den Eindringlingen ausgeliefert, muss er seine Live-Sendung nach ihren Anweisungen zu Ende bringen. Die Lage verkompliziert sich zusätzlich, als sein alter Weggefährte Andrew Wilde (Paul Anderson, „The Revenant“) ahnungslos ins Studio platzt. Jedes falsche […] Weiterlesen

Mandy

Shadow Mountains, 1983: Der friedliebende Einzelgänger Red Miller (Nicolas Cage) kocht vor Wut und Trauer. Hilflos musste er mitansehen, wie seine große Liebe Mandy verbrannt wurde. Jeremiah Sand, der charismatische Führer der religiösen Sekte „Children of the New Dawn“, hatte sie sich geschnappt und eiskalt in Flammen gesteckt – nur weil Mandy ihm nicht gefügig […] Weiterlesen

Cold Skin – Insel der Kreaturen

Wetteroffizier Friend (David Oakes) wird bei Leuchtturmwärter Gruner (Ray Stevenson) auf einer einsamen Insel abgesetzt. Noch ahnt er nicht, welches fantastische Grauen ihn dort erwartet. Bereits in der ersten Nacht ereignet sich ein brutaler Angriff geheimnisvoller Wesen aus dem Meer. Scheinbar verschweigt Gruner etwas. Ein dunkles Geheimnis, das mit den nächtlichen Überfällen dieser amphibischen Kreaturen […] Weiterlesen

Dead In a Week (Or Your Money Back)

Nach mehreren misslungenen Selbstmordversuchen entscheidet sich der 27-jährige William Morrison (Aneurin Barnard) dazu, die Aufgabe an Leslie O’Neill (Tom Wilkinson) outzusourcen, einem Auftragskiller, der kurz vor dem Ruhestand steht. Doch als der Vertrag unterschrieben ist – mit Geld-zurück-Garantie, falls der Tod nicht binnen einer Woche eintritt – findet William in Ellie Adams (Freya Mavor) endlich […] Weiterlesen

Coco – Lebendiger als das Leben

Der Teenager Miguel Rivera hat sich selbst das Gitarre spielen beigebracht und eifert als Sänger seinem Idol Ernesto de la Cruz – dem größten Star, den Mexiko je hervorgebracht hat. Doch bei Miguel zu Hause ist Musik strengstens verboten, und das schon seit Generationen. Vor vielen Jahren steckten seine Ururgroßmutter und sein Ururgroßvater in einer […] Weiterlesen

Paddington 2

Der liebenswerte Bär Paddington (Stimme: Elias M’Barek) mit Schlapphut und Dufflecoat hat nicht nur bei Familie Brown ein Zuhause gefunden, er ist auch in der Nachbarschaft ein geschätztes Mitglied: Höflich, zuvorkommend und immer fröhlich – außerdem lieben alle seine Marmeladenbrote, ohne die er nie das Haus verlässt. Als der 100. Geburtstag von Tante Lucy ansteht, […] Weiterlesen

Berlin Falling

Als Frank (Ken Duken) auf dem Weg nach Berlin an einer Tankstelle Andreas (Tom Wlaschiha) in sein Auto steigen lässt, kann er nicht ahnen, dass dies verheerende Konsequenzen haben wird. Eine Bombe muss nach Berlin, ein Auftrag muss erfüllt werden, ein Kind ist in Lebensgefahr! Ein intensiver Roadtrip beginnt, in dessen Verlauf mehrfach die Perspektive […] Weiterlesen