Queen Bees

Kinostart: 19.08.2021

ab6 OT: Queen Bees (USA 2021)
Länge: 100 Minuten
Genre: Komödie
Regie: Michael Lemback
Drehbuch: Donald Martin, nach einer Geschichte von Harrison Powell
Darsteller: Ellen Burstyn, James Caan, Ann-Marget, Jane Curtin, Loretta Devine, Christopher Lloyd, Elizabeth Mitchell, French Stewart, Matthew Barnes, Alec Mapa
Verleih: Kinostar Filmverleih GmbH

Es gibt ein Filmgenre, das auch für die leidenschaftlichsten Kinofans absolut grenzwertig ist: Rentner-Komödien. Wir Deutschen haben seit Jahren das Pech, ständig heimische Vertreter dieser Gattung ertragen zu müssen. Das ist nicht lustig! Die neueste Variante kommt jetzt aus den USA: „Queen Bees“ von Michael Lembeck. Und es wird nicht besser. 

Helen (Ellen Burstyn) lebt seit dem Tod ihres Mannes in ihrem viel zu großen Haus, das ihre Tochter, eine Immobilienmaklerin, unbedingt verkaufen möchte. Sie versucht, ihrer Mutter die feudale Seniorenresidenz „Pine Grove“ schmackhaft zu machen, aber bislang weigert sich Helen standhaft. Leider ist ihre beginnende Demenz nicht zu übersehen – ständig vergisst sie beim Verlassen ihres Hauses die Schlüssel. So muss sie eines Tages von draußen mit ansehen, wie ihr Essen anbrennt und die Küche bald darauf in Flammen steht. Die Feuerwehr erklärt nach dem Einsatz das Haus für unbewohnbar – und sie muss jetzt doch notgedrungen in der „Pine Grove“-Residenz einziehen. Dort trifft sie auf ein bösartiges Quartett von Zimtzicken, die „Queen Bees“ – Bienenköniginnen, aber auch übersetzbar als „Queen B.s“: Queen Bitches, die ihr das Leben zur Hölle machen. Einziger Lichtblick ist der neue Bewohner Dan (James Caan), der Helen ziemlich aufdringlich umgarnt – und sie bittet, ihm das Tanzen beizubringen. Wenn das keine Anmache ist… 

Das Geheimnis um Dan hatte sich schon Shakespeare ausgedacht – diese Pointe ist nun wirklich keine Überraschung. Zwei großartige Schauspieler – Ellen Burstyn und James Caan -, die wir seit Jahrzehnten bewundern, können nicht verhindern, dass diese Komödie nicht funktioniert. Zu allem Überfluss endet der Film in reinstem Kitsch. Nein, danke!

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Filmplakat

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