Nach einer wahren Geschichte

Kinostart: 17.05.2018

OT: D'après une histoire vraie (Frankreich 2017)
Länge: 101 Minuten
Genre: Drama
Regie: Roman Polanski
Drehbuch: Olivier Assayas, Roman Polanski, nach dem gleichnamigen Roman von Delphine de Vigan
Darsteller: Emmanuelle Seigner, Eva Green, Vincent Perez, Josée Dayan, Camille Chamoux, Brigitte Roüan, Dominique Pinon, Noémie Lvovsky, Elisabeth Quin
Verleih: Studiocanal GmbH

Seit ihr sehr persönlicher Roman über ihre Mutter zu einem Bestseller wurde, leidet die Pariser Autorin Delphine (Emmanuelle Seigner) an einer Schreibblockade. Die endlosen Lesetouren, Signierstunden und vereinzelte Drohbriefe setzen ihr zu. Doch als sie die attraktive Elle (Eva Green) trifft, ändert sich das. Schnell fasst Delphine Vertrauen zu der geheimnisvollen Frau, die als Ghostwriter ihr Geld verdient. Selbstlos übernimmt Elle immer mehr Aufgaben für Delphine, beantwortet Mails und zieht sogar bei ihr ein. Als Delphine schließlich feststellt, dass ihr die Kontrolle entgleitet, muss sie sich fragen: Wer ist Elle wirklich? Will sie Delphines Leere füllen oder stiehlt sie ihr das Leben? 

Kritik

Hach, was hätte NACH EINER WAHREN GESCHICHTE für ein spannender Film werden können. Aber stattdessen inszeniert Roman Polanski so offensichtlich, dass bereits in der ersten Szene klar wird, was das „Geheimnis“ ist.

Ein wesentliches Spannungselement eines solchen Thrillers besteht in der Regel darin, dass der Zuschauer über die Länge des Films herauszufinden versucht, was echt ist und was vielleicht nur der Vorstellungskraft einer der Figuren entspringt. Ein guter Regisseur legt dabei kleine Spuren, die man vielleicht nicht auf den ersten Blick wahrnimmt, die aber bei der Zweitsichtung sofort ins Auge springen. Ein klassisches Beispiel dafür ist vielleicht FIGHT CLUB. Aber hier meint es Roman Polanski etwas zu gut mit seinen Zuschauern. Oder traut er ihnen womöglich keine komplexe Geschichte zu? 

In NACH EINER WAHREN GESCHICHTE wird jedoch bereits in der allerersten Szene deutlich gezeigt, wohin die Reise geht. Und wenn dann mit jedem „Hinweis“ die Situation nur noch deutlicher wird, ist man als Kinobesucher doch arg gelangweilt. Keine Finte, kein Plottwist, der das Ruder noch einmal herum reißt, keine Überraschung – das ist leider äußerst enttäuschend. Schließlich möchte man als Zuschauer doch auch gefordert werden. Selbst wenn es nur ein bisschen ist…

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Filmplakat

Neustarts am 17.05.2018

Wohne lieber ungewöhnlich

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