Maria Magdalena

Kinostart: 15.03.2018

ab12 OT: Mary Magdalene (USA 2017)
Länge: 120 Minuten
Genre: Drama / Historie / Biographie
Regie: Garth Davis
Drehbuch: Philippa Goslett, Helen Edmundson
Darsteller: Rooney Mara, Joaquin Phoenix, Chiwetel Ejiofor, Tahar Rahim, Denis Menochet, Ariane Labed
Verleih: Universal Pictures International Germany GmbH

Als weibliche Jüngerin in der Gefolgschaft von Jesus (Joaquin Phoenix) und als Zeugin seiner Kreuzigung, Grablegung und Auferstehung ist Maria Magdalena (Rooney Mara) eine der zentralen Figuren der Bibelgeschichte. 

Doch sie ist auch eine moderne, junge Frau, die selbstbewusst und mutig gegen die Geschlechterrollen und Hierarchien ihrer Zeit rebelliert. Auf der Suche nach ihrem ganz persönlichen Lebensweg sagt sie sich von ihrer Familie los, um sich dem charismatischen Jesus von Nazareth und seinen Jüngern anzuschließen. Gemeinsam machen sie sich auf eine spirituelle Reise nach Jerusalem.

Kritik

Mit MARIA MAGDALENA widmet sich Regisseur Garth Davis der biblischen Geschichte von Jesus einziger Jüngerin. Doch ist der Film komplett auf die ultragläubigen Amerikaner ausgerichtet? Oder finden auch nicht-religiöse Menschen einen Zugang?

Ich selbst zähle mich zu den nicht-gläubigen Menschen. Daher möchte ich in dieser Kritik auch nicht darauf eingehen, wie bibeltreu denn nun diese Verfilmung ist – oder vielleicht sogar wie ketzerisch. Das überlasse ich gerne anderen Menschen. Mir geht es einzig und allein um die Geschichte und die Umsetzung eben dieser. 

Mit Rooney Mara in der Hauptrolle konnte ich mich diesem Film schlecht entziehen, schließlich zählt sie bereits seit langer Zeit zu meinen Lieblings-Schauspielerinnen. Auch Joaquin Phoenix schätze ich für seine schauspielerischen Leistungen durchaus sehr. Das erleichterte mir natürlich immens den Einstieg in diesen Film. Und ja, beide spielen wie erwartet gut, wobei mir Phoenix etwas zu leidend und delirant daher kam. 

Dass Regisseur Garth Davis Geschichten erzählen kann, hat er bereits mit LION – DER LANGE WEG NACH HAUSE gezeigt. Auch hier gelingt es ihm, eine durchaus interessante Geschichte zu erzählen. Auch hält sich der Film in seinem religiösen Mitteilungsbedürfnis sehr zurück, was ich selbst als sehr angenehm empfunden habe. Christliche Filme mit der Hammermethode gibt es schließlich genug, man denke nur an DIE HÜTTE – EIN WOCHENENDE MIT GOTT aus dem vergangenen Jahr. Aber selbst wesentliche Schlüsselmomente der Jesusgeschichte unterdrückt er, bzw. lässt sie aus. 

Stilistisch und die Ausstattung betreffend bleiben bei MARIA MAGDALENA kaum Wünsche übrig. Aber am Ende bleibt natürlich immer noch ein Stückchen Wehmut zurück, wenn man darüber nachdenkt, dass sich Menschen auch heute noch wegen dieser „Geschichten“ bekriegen. Aber das gehört hier nicht hin. 

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Filmplakat

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