Leave No Trace

Kinostart: 13.09.2018

ab6 OT: Leave No Trace (USA 2018)
Länge: 109 Minuten
Genre: Abenteuer / Drama
Regie: Debra Granik
Drehbuch: Debra Granik, Anne Rossellini
Darsteller: Thomasin Harcourt McKenzie, Ben Foster, Jeff Kober, Dale Dickey,
Verleih: Sony Pictures Releasing GmbH

Die jugendliche Tom (Thomasin Harcourt McKenzie) und ihr Vater Will (Ben Foster), Kriegsveteran, leben seit vielen Jahren unentdeckt in Forest Park, einem riesigen Waldgebiet am Rande von Portland, Oregon. Eine zufällige Begegnung führt zu ihrer Entdeckung und zur Betreuung durch die Sozialbehörde. Sie versuchen sich an ihre neue Umgebung anzupassen, bis eine unerwartete Entscheidung sie auf einen gefährlichen Weg zurück in die Wildnis führt – und sie zwingt, sich mit dem widerstreitenden Wunsch, Teil der Gesellschaft zu sein und dem heftigen Verlangen, abseits zu leben, auseinandersetzen zu müssen. 

Kritik

Mit LEAVE NO TRACE ist der Regisseurin Debra Granik erneut ein kleines Meisterwerk gelungen. Und sie hat wieder einmal ein unfassbar starkes neues Talent entdeckt…

Mit ihrem Film WINTER’S BONE legte Granik 2010 den Grundstein für die Karriere von Jennifer Lawrence. Jetzt, acht Jahre später, kehrt die US-amerikanische Regisseurin mit ihrem nächsten Spielfilm (nach zwei Dokus) zurück und zeigt erneut, dass sie ein ungemein gutes Gespür für gute Nachwuchsdarstellerinnen hat. Mit der zur Drehzeit gerade erst 17-jährigen Thomasin Harcourt McKenzie gelingt ihr ein echter Coup, denn die neuseeländische Schauspielerin trägt den Film auf ihren Schultern, als hätte sie nie etwas anderes getan. Was McKenzie allein mit ihrer Mimik zum Ausdruck bringt, ist mehr als bemerkenswert. 

Auch mit LEAVE NO TRACE blickt Granik wieder einmal an den Rand der Gesellschaft. Sie scheint fasziniert zu sein von Outsidern, die darum kämpfen, ihre Unabhängigkeit aufrecht zu erhalten. Wenn man sich die Inhaltsangabe durchliest, muss man unweigerlich an CAPTAIN FANTASTIC denken, der vor zwei Jahren ebenfalls von einer Familie erzählt, die in der Wildnis lebt. Damit enden aber auch bereits die Parallelen, denn in LEAVE NO TRACE wirkt die Handlung nicht forciert oder geschönt. Nein, Granik erzählt eine komplexe und tiefsinnige Geschichte, hinter der weitaus mehr steckt, als man auf den ersten Blick vermutet. 

Eines ist aber sicher: von Thomasin Harcourt McKenzie wird man in Zukunft noch sehr viel hören und sehen. Alles andere wäre ein herber Verlust für die Filmwelt. 

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Filmplakat

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