Le Mans ’66 – Gegen jede Chance

Kinostart: 14.11.2019

ab12 OT: Le Mans 66 / Ford vs. Ferrari (USA 2019)
Länge: 153 Minuten
Genre: Biographie / Drama
Regie: James Mangold
Drehbuch: Jez Butterworth, John-Henry Butterworth, Jason Keller
Darsteller: Matt Damon, Christian Bale, Jon Bernthal, Caitriona Balfe, Tracy Letts, Josh Lucas, Noah Jupe, Remo Girone, Ray McKinnon, JJ Feild, Jack McMullen
Verleih: Twentieth Century Fox of Germany GmbH

1959 steht Carroll Shelby (Matt Damon) auf dem Höhepunkt seiner Laufbahn, gerade hat er das schwierigste aller Autorennen, die 24 Stunden von Le Mans, gewonnen. Seinem größten Triumph folgt eine niederschmetternde Nachricht: Ein Arzt teilt dem furchtlosen Texaner mit, dass ein schweres Herzleiden ihm die Fortsetzung seiner Rennfahrertätigkeit verbiete. Was den ewig einfallsreichen Shelby dazu bringt, sich als Auto-Designer und -Verkäufer neu zu erfinden. In einem Lagerhaus in Venice Beach startet er – unterstützt von einem Team aus Mechanikern und Ingenieuren – seine neue Karriere. Zur Belegschaft gehört der heißblütige Testfahrer Ken Miles (Christian Bale). Das britische Rennfahrerass ist ein Familienmensch, brillant hinter dem Volant, zugleich jedoch ungehobelt, arrogant und zu keinem Kompromiss fähig.

Als Shelby mit seinen Fahrzeugen in Le Mans gegen die des altehrwürdigen Enzo Ferrari antritt, nimmt die Ford Motor Company den Visionär unter Vertrag und beauftragt ihn mit dem Bau des ultimativen Rennautos – eines Wagens, der die Ferraris auf der gnadenlosen französischen Rennstrecke schlagen soll. Entschlossen – und allen Unwahrscheinlichkeiten zum Trotz – ihre Aufgabe zu meistern, nehmen Shelby, Miles und ihre bunt zusammengewürfelte Crew die Herausforderung an. Dabei bekommen sie es mit massiver Einmischung seitens ihrer Auftraggeber zu tun, müssen physikalischen Gesetzen trotzen und eigene Dämonen bekämpfen. Die Anstrengungen fordern ihren Tribut – ein teuer bezahlter Sieg inklusive.

Kritik

James Mangold führt uns mit LE MANS ’66 – GEGEN JEDE CHANCE in die aufregende Welt des Motorsports und zeigt uns, wie die Fahrer in den 1960er-Jahren bis an ihre Grenzen gingen… 

Keine Frage, die Aufnahmen, die wir hier zu sehen bekommen, sind atemberaubend. Wir erleben die Rennen nicht nur aus der Zuschauerperspektive sondern sind mittendrin – im wahrsten Sinne des Wortes. Die Geschichte, die auf wahren Begebenheiten basiert, hat die Geschichte des Autorennens nämlich nachhaltig verändert. Die Männer, um die es hier geht, haben allein durch ihren Ideenreichtum, ihre Entschlossenheit und ihre Willenskraft Außergewöhnliches geschaffen. 

Bei der Entwicklung der Story hätten die Macher schnell in die üblichen Klischees eines Rennfahrerdramas abrutschen können. Zum Glück ist das jedoch nicht geschehen und so sehen wir hier Figuren mit all ihren Ecken und Kanten, die wir über extrem lange, aber kaum merkbare Lauflänge von 152 Minuten kennenlernen dürfen. 

LE MANS 66 – GEGEN JEDE CHANCE ist ein geerdetes Drama, das sich wohlwollend von all dem CGI-Gewitter in den Kinos abhebt. Regisseur James Mangold sagt selbst über seinen Film: „Dieser Film handelt von Menschen, die nach einer Spitzenleistung streben und sich gegen vorgefasstes Firmendenken und althergebrachte Marketingstrategien durchsetzen. Wir haben es hier mit dem geradezu essenziellen Kampf zu tun, der bei uns im Land noch im 21. Jahrhundert Gültigkeit besitzt. Es geht um den Mut, Risiken einzugehen, dem Instinkt zu folgen und Dinge anzugreifen, die man bislang nicht gewagt hat. Diese Leute sind damals Risiken eingegangen, vor denen wir uns heute noch weitgehend fürchten.”

Recht hat er und genau deshalb sollte LE MANS ’66 in dieser Woche zum Kino-Pflichttermin werden.

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