Kalte Füße

Kinostart: 10.01.2019

ab12 OT: Kalte Füße (Deutschland 2018)
Länge: 93 Minuten
Genre: Komödie
Regie: Wolfgang Groos
Drehbuch: Christof Ritter
Darsteller: Heiner Lauterbach, Emilio Sakrayo, Sonja Gerhardt, Aleksandar Jovanovic, Michael Ostrowski, Gerti Drassl, Alexander CzerwinskiIschtar Isik
Verleih: Sony Pictures Releasing GmbH

Durch eine kuriose Verwechslung findet sich der Kleinkriminelle Denis (Emilio Sakraya) plötzlich in der Position des Krankenpflegers für den Schlaganfallpatienten Raimund (Heiner Lauterbach) wieder. Dabei wollte er nur in dessen Villa einbrechen, um endlich seine Schulden bei einigen unliebsamen Ganoven zu begleichen. Stattdessen sitzt er nun im herrschaftlichen Anwesen des reichen Unternehmers fest, der seit dem Anfall nicht mehr sprechen kann und an den Rollstuhl gefesselt ist. Als dann auch noch Raimunds Enkeltochter Charlotte (Sonja Gerhardt) auftaucht, um nach dem Rechten zu sehen, wird es Denis endgültig zu viel. Doch an Flucht ist nicht zu denken, ein gewaltiger Schneesturm tobt in der Region. Und so muss er wohl oder übel weiter die Rolle des Krankenpflegers spielen – sehr zu Raimunds Unmut, der sich mit allen Mitteln gegen den Eindringling wehrt. Denn im Gegensatz zu Charlotte hat Raimund Denis längst durchschaut. Ein Katz-und-Maus-Spiel beginnt, in dem der gehandicapte Senior und der gewiefte Junior ihre Mittel grandios zum Einsatz bringen… 

Kritik

Auch wenn er hier und dort etwas zu klamaukig gerät, kann KALTE FÜSSE gerade wegen der hinreißenden Sonja Gerhardt überzeugen…

Ja, vielleicht bin ich im Falle dieses Filmes etwas zu großzügig und lasse auch mal Fünfe gerade sein, aber ich fühlte mich nun mal – bis auf Kleinigkeiten – gut unterhalten. Natürlich erzählt KALTE FÜSSE keine neue Geschichte, natürlich führt der Film diverse Klischees an und natürlich sind auch einige des Gags eher weniger lustig – aber wenn das Zusammenspiel der Protagonisten funktioniert, dann man darüber durchaus auch mal hinweg sehen. 

Dabei macht der Film es eigentlich ganz clever, denn gleich zu Beginn sehen wir Sonja Gerhardt in ihrer Rolle als angehende Polizistin, wie sie erst beim Training aufs Kreuz gelegt wird und dann auch noch von ihren Freund schlecht behandelt wird. Gerade als männlicher Zuschauer möchte man sie natürlich sofort in den Arm nehmen und ihr tröstende Wort zusprechen. Schwupps ist eine gewisse Verbindung zur Figur entstanden, die – zumindest mich – über die Schwachpunkte des Drehbuchs hinweg sehen lässt. 

Aber der Film versucht ja auch gar nicht, hochphilosophisch daher zu kommen oder besonders tiefgründig zu sein. Es ist und bleibt nun mal eine Komödie. Und wenn mich diese 93 Minuten an die Hand nimmt und mich – leicht verliebt – unterhält, dann reicht das. Dass ich in Zukunft natürlich fordere, Sonja Gerhardt in allen deutschen Filmen zu besetzen, versteht sich natürlich zu selbst… 

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Filmplakat

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