Jupiter’s Moon

Kinostart: 22.11.2018

ab12 OT: Jupiter's Moon (Ungarn 2017)
Länge: 129 Minuten
Genre: Drama
Regie: Kornél Mundruczó
Drehbuch: Kata Wéber
Darsteller: Merad Ninidze, Zsombor Jéger, György Cserhalmi, Móni Balsai, András Bálint, Farid Larbi, Máté Mézáros, Szabolcs Bede-Fazekas, Lajos Valázsik, Péter Haumann, Zsolt Nagy, Zoltán Mucsi
Verleih: NFP Marketing & Distribution GmbH

Der junge Syrer Aryan (Zsombor Jéger) wird beim illegalen Grenzübertritt von Serbien nach Ungarn angeschossen. Noch unter Schock entdeckt der Verwundete, dass er plötzlich durch die Kraft seiner Gedanken schweben kann. Im Flüchtlingslager bekommt der Arzt Dr. Stern (Merab Ninidze) Wind von Aryans übernatürlichen Fähigkeiten. Als er von den Wunderkräften erfährt, wittert er ein lukratives Geschäft. Er will den jungen Mann reichen Patienten als Beispiel einer Wunderheilung verkaufen. Aber ist Aryan in Wirklichkeit nicht vielleicht doch ein Engel oder ein noch höheres Wesen? 

Kritik

Vor dreieinhalb Jahren überraschte uns der ungarische Regisseur Kornél Mundruczó mit einer absoluten Filmperle. Jetzt kehrt er mit JUPITER’S MOON zurück – und will leider viel zu viel…

UNDERDOG hieß das Meisterwerk, das erst beim Filmfest Hamburg 2014 zu sehen war und später im Juni 2015 in den deutschen Kinos gestartet ist. Entsprechend hoch waren die Erwartungen, als Mundruczó im vergangenen Jahr zum Filmfest zurückkehrte und dort seinen neuesten Film JUPITER’S MOON zeigte. Nachdem der Film mehrfach verschoben wurde, kommt er nun doch noch in die Lichtspielhäuser. 

In manchen Szenen lässt Mundruczó durchaus wieder durchblicken, was für ein guter Filmemacher er eigentlich ist. Immer wenn die Hauptfigur zu schweben beginnt, wirkt die Kamera wie entfesselt und nimmt den Zuschauer mit auf eine eindrucksvolle Reise. Auch die Kamerafahrt einer Verfolgungsjagd quer durch Budapest ist unfassbar stark inszeniert. 

Doch was helfen die besten visuellen Mittel, wenn die Geschichte selbst viel zu verworren ist. Flüchtlinge, Angst vor Terror, Übersinnliches, Relisiöses – Mundruczó versucht so viele Themen in seinem Film unterzubringen, dass man als Zuschauer schnell den Faden verliert oder aber enttäuscht ist, wenn einzelne Handlungsstränge einfach mal so im Nichts verschwinden. Am Ende lässt er den Zuschauer zudem mit der Frage zurück, was er mit Film überhaupt anfangen soll. Nichts gegen ein offenes Ende, aber man fragt sich halt unweigerlich, ob der Regisseur überhaupt selbst wusste, was er wollte. 

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Filmplakat

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