It Comes at Night

Kinostart: 18.01.2018

OT: It Comes at Night (USA 2017)
Länge: 92 Minuten
Genre: Horror / Thriller
Regie: Trey Edward Shults
Drehbuch: Trey Edward Shults
Darsteller: Joel Edgerton, Riley Keough, Christopher Abbott, Carmen Ejogo, Kelvin Harrison Jr., Griffin Robert Faulkner, David Pendleton, Mick O’Rourke, Chase Joliet
Verleih: Universum Film GmbH

Das Ende der Welt. Eine tödliche Infektionskrankheit hat fast alles Leben auf der Erde ausgelöscht. Der siebzehnjährige Travis (Kelvin Harrison, Jr.) und seine Eltern Paul (Joel Edgerton) und Sarah (Carmen Ejogo) gehören zu den letzten Überlebenden. Schwer bewaffnet leben sie in einem einsamen Haus im Wald. Getrieben von Angst und Paranoia versucht die Familie, mit ihren spärlichen Vorräten zu überleben, als ein verzweifeltes junges Paar (Riley Keough, Christopher Abbott) mit seinem kleinen Sohn bei ihnen Schutz sucht. Trotz ihrer guten Absichten, sich gegenseitig zu helfen, rücken die Schrecken der Außenwelt immer näher. Sie haben tiefe Spuren in den Seelen der Menschen hinterlassen, so dass bald Panik und Misstrauen zwischen den beiden Familien regieren. Denn jeder kann die Krankheit in sich tragen und zur tödlichen Bedrohung werden. Wie weit wird Paul gehen, um Frau und Sohn zu schützen?

Kritik

Eigentlich sollte IT COMES AT NIGHT bereits Anfang September 2017 in die deutschen Kinos kommen. Mit vier Monaten Verspätung ist es nun soweit… 

Man hätte die zusätzliche Zeit nutzen können, um dem Publikum klar zu machen, worum es in IT COMES AT NIGHT eigentlich geht. Denn anders als es der Titel vermuten lässt lauert hier kein Monster im Dunkel der Nacht. Und so kann jeder Zuschauer, der mit dieser Erwartungshaltung ins Kino geht, nur enttäuscht werden. So erging es mir, denn alle bis dahin erhältlichen Infos deuteten auf einen klassischen Horrorfilm hin. Doch weit gefehlt…

IT COMES AT NIGHT ist eigentlich eine vielschichtige Charakterstudie, die zeigt, was Paranoia aus im Grunde guten Menschen machen kann. Die Bedrohung an sich spielt sogar überhaupt keine Rolle, sie dient lediglich als Katalysator für die Handlungen der Protagonisten. Und die haben es in sich, denn wie verhält man sich, wenn jeder Fremde eine imminente Bedrohung darstellt? Wem kann man noch vertrauen in einer Welt, die auf ihr Ende zugeht? Die Fragen, die Regisseur Trey Edward Shults, der auch das Drehbuch schrieb, aufwirft, sind von existenzieller Natur und betreffen im Grunde jeden von uns. So bietet IT COMES AT NIGHT einen intensiven Einblick in die menschliche Psyche – zumindest sofern man eben keinen klassischen Horrorfilm erwartet und sich darauf einlässt. 

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Filmplakat

Neustarts am 18.01.2018

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