I Can Only Imagine

Kinostart: 27.09.2018

ab6 OT: I Can Only Imagine (USA 2018)
Länge: 110 Minuten
Genre: Drama / Biographie
Regie: Jon Erwin, Andrew Erwin
Drehbuch: Jon Erwin, Brent McCorkle
Darsteller: J. Michael Finley, Dennis Quaid, Madeline Carroll, Trace Adkins, Cloris Leachman
Verleih: KSM GmbH

Bart Millard wächst auf einer Farm in Texas auf. Sein cholerischer Vater Arthur (Dennis Quaid) hat nichts für den sensiblen Sohn übrig. Als die Mutter die Familie verlässt, bleibt Bart allein mit seinem gewalttätigen Vater zurück. Nach einem schweren Unfall beim Football muss er sich ein neues Wahlfach suchen und landet im Schulchor. Die Lehrerin fördert sein Talent, doch von seinem Vater erntet Bart (J. Michael Finley) nur Spott. Gleich nach dem Schulabschluss ergreift er die Flucht und tingelt mit der Band MercyMe durch die Staaten. Er hofft auf einen Plattenvertrag, doch der Durchbruch lässt auf sich warten. Erst als Bart sich endlich der Vergangenheit stellt und seinen Vater wiedersieht, kann er den Song schreiben, der zur Sensation wird: „I Can Only Imagine“.

Kritik

Manchmal sollte man sich einfach vorab besser informieren, bevor man sich einen Film anschaut. Dann gerät man vielleicht auch nicht an tiefreligiöse Filme wie I CAN ONLY IMAGINE…

Hätte ich auch nur im Ansatz gewusst, dass es sich bei dem Stück I CAN ONLY IMAGINE um den „erfolgreichsten christlichen Song aller Zeiten“, ich wäre vermutlich gar nicht erst ins Kino gegangen. Denn für religiös geprägte Filme habe ich einfach genauso wenig übrig, wie der Papst für Kondome. Doch der deutsche Verleih hat das ganz geschickt angestellt, denn weder der Trailer, noch die Inhaltsangabe deuten irgendwie auf diesen Kontext hin. Das ich so etwas für äußerst befremdlich halte, möchte ich gar nicht weiter erörtern. Aber hier lockt man ggf. musikbegeisterte Menschen in die Kinosäle, die dann stattdessen tiefreligiöse Phrasen auf die Ohren bekommen. 

In den USA funktioniert so etwas natürlich, aber warum es in Deutschland in die Kinos kommt, ist mir absolut schleierhaft. Dabei wäre die Geschichte eigentlich gar nicht uninteressant. Doch die offenbar als „Erwin Brothers“ in der Szene bekannten Regisseure konzentrieren sich weniger auf die Geschichte dieses Mannes, sondern vielmehr auf die Botschaft Gottes. Ob sie sich dadurch eine spätere Seligsprechung erhoffen? Keine Ahnung, und ehrlich gesagt interessiert mich das auch nicht. Genauso wenig wie diese Mogelpackung von einem Film…  

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Filmplakat

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