How it Ends

Kinostart: 12.08.2021

ab12 OT: How it Ends (USA 2021)
Länge: 85 Minuten
Genre: Drama / Komödie
Regie: Zoe Lister-Jones, Daryl Wein
Drehbuch: Zoe Lister-Jones, Daryl Wein
Darsteller: Zoe Lister-Jones, Cailee Spaeny, Whitney Cummings, Tawny Newsome, Finn Wolfard, Nick Kroll, Logan Marshall Green, Bobby Lee, Fred Armisen, Glenn Howerton, Bradley Whitford, Ayo Edebiri, Sharon Van Etten, Olivia Wilde, Paul W. Downs, Raymond Cham Jr., Lamorne Morris, Angelique Cabral, Rob Huebel, Paul Scheer, Helen Hunt, Colin Hanks, Charlie Day, Mary Elizabeth Ellis, Pauly Shore.
Verleih: Kinostar Filmverleih GmbH

Mitten in der Coronavirus-Hochphase haben Daryl Wein und Zoe Lister-Jones ihren Film HOW IT ENDS in Los Angeles gedreht und dabei einen Pandemie-Film erschaffen, ohne diese beim Namen zu nennen. Dabei geht es um etwas nicht minder Schlimmes: den Weltuntergang. 

In weniger als 24 Stunden soll ein gigantischer Komet auf die Erde stürzen, und Liza (Zoe Lister-Jones) erhält eine Einladung auf eine allerletzte Party, bevor die Welt untergeht. Als auch noch ihr Auto gestohlen wird, macht sie sich zu Fuß auf den Weg. Vorher will sie sich jedoch noch von ein paar Freunden und der Familie verabschieden, sowie ein paar Dinge klarstellen. In Begleitung ihres jüngeren Ichs (Cailee Spaney) begibt sich Liza auf ein skurrile Reise quer durch L.A., wo sie auf die verschiedensten Charaktere trifft.

HOW IT ENDS ist einer dieser kleinen, aber äußerst feinen Filme, die so herrlich verschroben sind, dass man beinahe davon ausgehen muss, dass die beiden Drehbuchautoren beim Verfassen irgendwelche bewusstseinserweiternden Drogen zu sich genommen haben. Das ist durchaus positiv gemeint, denn wie sonst soll man auf all die abgefahrenen Kleinigkeiten kommen, die diesen Film ausmachen. Eine Sängerin, die mitten auf der menschenleeren Straße sitzt und (ein wunderschönes Lied) singt, ist da noch der harmloseste Vertreter. 

Grandios ist aber die Idee, die Hauptfigur durch ihr jüngeres Ich begleiten zu lassen. Die dadurch entstehenden Dialoge sind so perfekt auf den Punkt gebracht, wirken aber trotzdem vollkommen natürlich. 

Die Idee zum Film kam den beiden Machern in der Anfangsphase der Quarantäne. Nicht wissend, wie sie mit dieser neuen Realität umgehen sollen, begannen Lister-Jones und Wein damit, ihre Identitäten als Künstler in Frage zu stellen. Als sie erkannten, dass alle Themen, mit denen sie sich in der Abschottung auseinandersetzten, mit ihren inneren Kinder zu tun hatten, die sich nach Trost sehnten, war die Richtung des Films klar. 

Und so sehen wir Bilder, die wir vermutlich alle selbst irgendwie im Lockdown miterlebt haben: menschenleere Straßen, geschlossene Läden und eine gespenstische Stille. Dinge, die wir hoffentlich so nie wieder erleben müssen. Und mittendrin zwei großartige Darsteller, die perfekt miteinander harmonieren und die wir ein Stückchen ihres Weges begleiten dürfen.

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