Good Luck, Have Fun, Don’t Die

12.03.2026

Neun Jahre nach seinem letzten Film kehrt Regisseur Gore Verbinski mit der abgefahrenen und kompromisslosen Action-Komödie GOOD LUCK, HAVE FUN, DON‘T DIE auf die große Leinwand zurück. Kaboom!

Diesen Abend werden die Gäste in Norm‘s Diner so schnell nicht vergessen. Während sie in ihr Essen oder ihre Handys vertieft sind, stürmt plötzlich ein seltsam gekleideter Mann (Sam Rockwell) in den Laden und fordert alle auf, ihm zuzuhören. Bereits zum 116. Mal durchlaufe er diese Abend, doch jedes Mal sei seine Mission an einem anderen Punkt gescheitert, erzählt er. Er käme aus der Zukunft und müsse eine Gruppe zusammenstellen, die mit ihm zusammen das Ende der Welt verhindert, genauer gesagt eine KI-Apocalypse, da die Menschheit durch den vielen Social-Media-Konsum der Ausrottung geweiht sei. Wird ihm die Rettung der Welt dieses Mal gelingen? Oder ist er vielleicht nur irgendein Verrückter? Wer weiß das schon so genau…

Neun Jahre sind vergangen, seit Regisseur Gore Verbinski mit „A Cure for Wellness“ (2016) zuletzt einen Film gedreht hat. Mit Unterstützung der Constantin Film AG kehrt er jetzt wieder auf die große Leinwand zurück. Und wenn man sich GOOD LUCK, HAVE FUN, DON‘T DIE so anschaut, dann fragt man sich zu Recht, warum das so lange gedauert hat. Vielleicht liegt es daran, dass „A Cure For Wellness“ (2016) trotz der von Kritikern gelobten Schauwerte ein finanzieller Misserfolg war. Dabei kann Verbinski u.a. mit der „Fluch der Karibik“-Reihe einiges vorweisen. Aber manchmal sind die Gesetze der Filmindustrie knallhart und nicht zwingend nachvollziehbar.

Mit GOOD LUCK, HAVE FUN, DON‘T DIE zeigt Verbinski aber, dass er nach wie vor wie kaum ein anderer große Blockbuster hervorzaubern kann. Auf der diesjährigen Berlinale sorgte der Film aus der Feder von Matthew Robinson („Monster Trucks“, „Dora und die goldene Stadt“) als Special Screening außerhalb des Wettbewerbs jedenfalls für mächtig Gesprächsstoff. Dort stellte Verbinski seinen Film gemeinsam mit den Darstellern Sam Rockwell („Three Billboards Outside Ebbing, Missouri“, „See How They Run“), Haley Lu Richardson („Drei Schritte zu Dir“, „Split“), Michael Peña („Der Marsianer“, „Ant-Man and the Wasp), Zazie Beetz („Deadpool 1+2“, „Bullet Train“) und Asim Chaudhry („Tinsel Town“, „Sandman“) vor und ließ die Fans nicht nur am roten Teppich komplett ausrasten.

Den Film selbst kann man eigentlich nicht anders bezeichnen als einen wilden Ritt durch eine dem Untergang geweihte Zivilisation – nur dass diese sich dessen bislang in keinerlei Hinsicht bewusst ist. Clever setzt Verbinski die Zeit immer wieder zurück und konzentriert sich jeweils auf die Vorgeschichte einer seiner rekrutierten Mitstreiter. Langsam aber sicher setzt sich das Gesamtbild damit auch für die Zuschauer zusammen, ohne dabei jedoch jemals die Fahrt zu drosseln. Erstaunlicherweise gelingt es GOOD LUCK, HAVE FUN, DON‘T DIE, über die gesamte Lauflänge von stolzen 135 Minuten niemals die Spannung zu verlieren. Das schaffen tatsächlich nur wenige Filmemacher.

Ich bin mir nicht sicher, ob GOOD LUCK, HAVE FUN, DON‘T DIE einer Logiküberprüfung komplett standhalten würde, aber das spielt im Prinzip auch keine Rolle. Wenn es einem Film gelingt, den Zuschauer so sehr in den Bann zu ziehen, dann hätte ich ihm auch kleine Fehler verziehen, wenn ich sie denn gefunden hätte. Bleibt zu hoffen, dass wir dieses Mal nicht wieder neun Jahre auf den nächsten Film von Gore Verbinski warten müssen…

Trailer

Im Rahmen der Berichterstattung
ab16

Originaltitel

Good Luck, Have Fun, Don’t Die (USA / Deutschland 2026)

Länge

135 Minuten

Genre

Abenteuer / Komödie / Science-Fiction

Regie

Gore Verbinski

Drehbuch

Matthew Robinson

Kamera / Bildgestaltung

James Whitaker, ASC

Darsteller

Sam Rockwell, Juno Temple, Haley Lu Richardson, Michael Peña, Zazie Beetz, Asim Chaudhry, Tom Taylor,

Verleih

Constantin Film Verleih GmbH

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