Fühlen Sie sich manchmal ausgebrannt und leer

Kinostart: 08.03.2018

ab12 OT: Fühlen Sie sich manchmal ausgebrannt und leer (Deutschland / Niederlande 2017)
Länge: 94 Minuten
Genre: Komödie
Regie: Lola Randl
Drehbuch: Lola Randl
Darsteller: Lina Beckmann, Benno Fürmann, Charly Hübner, Traute Hoess, Inha Busch, Josefine Voss, Sebastian Weber, Rainer Egger,
Verleih: Farbfilm Verleih GmbH

Luisa (Lina Beckmann) rast durch ihr Leben. Vom Job nach Hause, vom Ehemann zum Liebhaber, von den Erdnussflips zur Rohkost-Diät. Wem wird das nicht irgendwann zu viel? Als die Paartherapeutin eines Morgens aufwacht, gibt es sie plötzlich doppelt. Sie hat sich über Nacht aufgespalten in die alte Luisa und in die neue Ann (Lina Beckmann). Äußerlich sehen die beiden völlig gleich aus, ansonsten aber sind sie grundverschieden. Luisa steht ständig unter Strom und macht sich über alles Gedanken. Ann ist tiefenentspannt und stopft alles in sich hinein, worauf sie gerade Lust hat. Nach dem ersten Schock erkennt Luisa die ungeahnten Möglichkeiten, die ihr das zweite Ich eröffnet: Endlich kann sie mit ihrem Lover Leopold (Benno Fürmann) durchbrennen, während Ann sich um ihren Mann Richard (Charly Hübner) kümmert.

Ein perfekter Vierer, so scheint es. Doch dann gefallen Richard die neuen Seiten seiner Frau mehr als es der Kontrolle liebenden Luisa lieb sein kann. Zwischen Luisa und ihrer Abspaltung kommt es zu einem Kampf mit harten Bandagen.

Kritik

FÜHLEN SIE SICH MANCHMAL AUSGEBRANNT UND LEER? Nein? Dann dürfte das aber spätestens nach diesem Film der Fall sein.

Selten war ein Film aus deutschen Landen so nervig und so unausgegoren wie dieses Werk mit dem seltsam anmutenden Titel. Das beginnt mit der Handlung, die vermutlich bewusst skurril sein sollte. Übrig geblieben ist aber lediglich nur eine hanebüchene Geschichte, die sich jeglicher Logik entzieht – selbst wenn man alle Fünfe mal gerade sein lässt. Doch damit nicht genug. Die gewollt auf komisch getrimmten Dialoge lassen den Zuschauer eiskalt erstarren, denn sie sind das absolute Gegenteil davon: komplett unlustig. 

Und so ziehen sich die 94 Minuten in die Länge, dass man am Ende das Gefühl hat, eine Drei-Stunden-Produktion gesehen zu haben. Nein danke, so sieht (gutes) deutsches Kino leider nicht aus.  

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Filmplakat

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