Dream Horse

Kinostart: 12.08.2021

ab6 OT: Dream Horse (Großbritannien 2020)
Länge: 114 Minuten
Genre: Drama / Komödie
Regie: Euros Lyn
Drehbuch: Neil McKay
Darsteller: Toni Collette, Damian Lewis, Owen Teale, Joanna Page, Karl Johnson, Steffan Rhodri
Verleih: Weltkino Filmverleih GmbH

Britischer geht’s kaum: ein Pferd, ein Pub, ein Traum – und der Underdog gewinnt. Natürlich ist „Dream Horse“ von Euros Lyn eine wahre Geschichte aus Wales!

Jan Vokes (Toni Collette) schuftet tagsüber an der Supermarktkasse, abends hilft sie im Pub des abgelegenen walisischen Dorfes aus. Die Kinder sind aus dem Haus, die Ehe mit TV-Junkie Brian (Owen Teale) ist längst nur noch Routine. Viele würden bei diesem langweiligen Leben am Arsch der Welt resignieren – doch nicht Jan. Als der arrogante Buchhalter Howard Davies (Damian Lewis) im Pub mit seinem Pferdewissen angibt, kommt die toughe Jan auf eine verwegene Idee: Sie möchte ein Rennpferd züchten. Geld hat sie zwar keines, aber einen Plan. Sie will ein Syndikat gründen, um mit dem Kapital eine Stute zu kaufen und die Besamung durch einen Super-Hengst zu finanzieren. Doch die Dorfgemeinschaft traut der Sache zunächst nicht, die erste Sitzung im Hinterzimmer des Pub verläuft eher schleppend. Als aber Jan mit ihrer Begeisterung Howard und Brian überzeugen kann, ist der Bann gebrochen: Das ganze Dorf steht jetzt hinter ihr. Die Stute wird gekauft, die in einem neugebauten Stall auf ihrer Schrebergarten-Parzelle ein friedliches Leben hat. Der Hengst ist bald gefunden – und nach Monaten kommt das weibliche Fohlen „Dream Alliance“ zur Welt. Leider stirbt die Mutter bei der Geburt.

Der Rest ist Geschichte: Ein berühmter Pferdetrainer ist bereit, die herangewachsene „Dream Alliance“ auf ihr erstes Rennen vorzubereiten. Ein dramatischer Sturz bei einem Hindernisrennen bedeutet fast das Ende aller Hoffnungen, doch mittels einer Stammzellentherapie ist das Pferd bereit für das walisische Grand National. Jeder darf raten, wer das Rennen gewinnt.

Filme dieser Art gibt es, seit es das Kino gibt: Außenseiter, die über sich hinauswachsen – heißen sie nun „Rocky“ oder „Dream Alliance“. Auch wenn „Dream Horse“ eigentlich nichts Neues erzählt, gewinnt der Film durch seine sympathische Atmosphäre und eine überragende Toni Collette, die sich als gebürtige Australierin tapfer einen walisischen Akzent antrainiert hat (in der Originalfassung, versteht sich!).

Unterhaltungskino in seiner charmanten Form! Very british!

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