Von diesem Projekt hatten wir Kinofans uns wohl viel versprochen: Der französische Altmeister Luc Besson („Léon – Der Profi“) verfilmt den Dracula-Stoff. Doch das Resultat ist ernüchternd. DRACULA – DIE AUFERSTEHUNG entpuppt sich als ein kraftloses, oberflächliches Spektakel, bei dem nur Christoph Waltz als Priester und Caleb Landry Jones als Dracula glänzen dürfen.
Die Vorgeschichte spielt im 15. Jahrhundert: Der transsylvanische Prinz Vlad II., Graf von Drācul (Caleb Landry Jones), muss in den Krieg gegen osmanische Horden ziehen und sich vor seiner über alles geliebten Frau Elisabeta (Zoë Bleu Sidel) verabschieden. Als sie auf der Flucht vom Feind getötet wird, schwört Vlad Rache: Er tötet einen Priester, verflucht Gott – und wird zum ewigen Leben verdammt. Er wird zu Dracula. Als bluttrinkender Vampir muss er fortan durch die Jahrhunderte irren.
Im Paris des 19. Jahrhunderts lernt ein namenloser Priester und selbsternannter Vampirjäger (Christoph Waltz) die junge Maria (Matilda De Angelis) kennen, die wegen Wahnvorstellungen in die Psychiatrie eingeliefert worden war. Als er auf Marias Freundin Mina (auch: Zoë Bleu Sidel) trifft, stellt er sofort Zusammenhänge her: Aus alten Dokumenten erfährt er, dass Mina das genaue Ebenbild von Draculas Frau ist. Wie durch Zauberhand erscheint auch Dracula in Paris und entbrennt in Liebe zu Mina. Da kann der Priester so viel warnen, wie er will…
Caleb Landry Jones spielt Graf Dracula als degeneriertes, vom ewigen Leben gelangweiltes Wesen. Äußerlich wirkt er mit seiner bizarren Frisur wie die Wiedergeburt von Gary Oldman in „Bram Stoker’s Dracula“ (1992) von Francis Ford Coppola.
Einen Gruß an die Casting-Abteilung: Die beiden jungen Paare – neben Zoë Bleu Sidel und Matilda De Angelis sind es Ewens Abid als Jonathan Harker und David Shields als Henry Spencer – agieren durch die Bank entsetzlich blass. Zu allem Überfluss überrascht uns Luc Besson mit einem Schild an der Landesgrenze zwischen Frankreich und Rumänien. Wow!
DRACULA – DIE AUFERSTEHUNG heißt im englischen Original übrigens „Dracula: A Love Tale“. Na sowas!
Dracula – A Love Tale (Frankreich / USA 2025)
131 Minuten
Drama / Fantasy / Horror
Luc Besson
Luc Besson
Colin Wandersman
Caleb Landry Jones, Christoph Waltz, Zoë Bleu, Matilda de Angelis, Ewens Abid, David Shields, Guillaume de Tonquedec
Leonine Distribution GmbH