Bereits die Animationsfilme liefen extrem erfolgreich – da war es nur eine Frage der Zeit, bis auch DRACHENZÄHMEN LEICHT GEMACHT auf den Realverfilmungszug aufspringen würde…
Auf der schroffen Insel Berk herrscht schon seit Ewigkeiten ein nicht enden wollender Kampf zwischen Wikingern und Drachen. Während die Erwachsenen in den feuerspeienden Wesen nichts mehr sehen als ihre größten Erzfeinde, hat sich Hicks (Mason Thames), der Sohn des Häuptlings Haudrauf (Gerard Butler, der seine Sprechrolle aus der Animationsreihe nun auch vor der Kamera verkörpert), schon immer die Frage gestellt, ob es nicht auch einen anderen Weg gibt. Als er in den Wäldern plötzlich auf einen verletzten jungen Nachtschatten trifft, ändert das alles. Diese sagenumwobenen Drachen existieren also wirklich, auch wenn sie bislang noch niemand wirklich gesehen hat.
Hicks stellt fest, dass der junge Drache genauso verängstigt wie er selbst ist, und so baut sich langsam aber sicher eine Verbindung zwischen den beiden auf. Durch seinen Einfallsreichtum gelingt es Hicks, dem Nachtschatten, den er auf den Namen Ohnezahn tauft, durch eine künstliche Schwanzflosse wieder zum Fliegen zu verhelfen. Doch wie soll er seinem Vater und all den anderen Bewohnern von Berk erklären, dass nicht alle Drachen automatisch Feinde sind…?
2010 kam der erste Animationsfilm der Reihe in die Kinos und sorgte für Begeisterung beim Publikum. 2014 und 2019 folgten dann entsprechende Fortsetzungen, die im Fall von „Drachenzähmen leicht gemacht 3 – Die geheime Weilt“ die Erwartungen sogar noch übertrafen. Und nachdem Disney mit seinen Live-Action-Remakes den einen oder anderen Erfolg feierte, dachten sich die Verantwortlichen bei Universal vermutlich: „Hey, das können wir doch auch!“
Vermutlich weil sich das Abrichten von echten Drachen als zu gefährlich erwies, kommen sie auch bei DRACHENZÄHMEN LEICHT GEMACHT aus dem Computer. Nein, Scherz beiseite, aber man fragt sich doch, wozu ein Live-Action-Remake notwendig ist, wenn am Ende doch nur die menschlichen Figuren echt sind, alles andere aber computergeneriert ist. Zum Glück löst sich diese Frage aber relativ schnell ins Nichts auf, denn die Geschichte kann auch dieses Mal wieder vollends überzeugen – schließlich hat sie alles, was eine gute Story ausmacht: eine faszinierende Welt, verdammt viel Herz und einen vermeintlichen Underdog, der sich zum Helden mausert.
Auch technisch muss sich DRACHENZÄHMEN LEICHT GEMACHT nichts vorwerfen lassen. Alles sieht beeindruckend aus und lässt uns völlig in diese fantastische Welt eintauchen. Und dass sich auf dem Regiestuhl erneut Dean DeBlois verantwortlich zeigt, der bereits alle bisherigen Filme inszeniert hat, hat sicherlich auch dazu beigetragen.
Ob dieses Remake überhaupt notwendig war, darüber lässt sich sicherlich vortrefflich streiten. Doch wenn das Ergebnis so überzeugt wie DRACHENZÄHMEN LEICHT GEMACHT, dann darf diese Frage auch gerne hintenangestellt werden.
How to Train Your Dragon (USA 2024)
126 Minuten
Action / Abenteuer / Fantasy
Dean Deblois
Dean Deblois, basierend auf den Büchern von Cressida Cowell
Bill Pope
Mason Thames, Nico Parker, Gabriel Howell, Julian Dennison, Bronwyn James, Harry Trevaldwyn, Peter Serafinowicz, Nick Frost, Gerard Butler
Universal Pictures International Germany GmbH