Dogman

Kinostart: 18.10.2018

ab16 OT: Dogman (Italien / Frankreich 2018)
Länge: 99 Minuten
Genre: Drama
Regie: Matteo Garrone
Drehbuch: Ugo Chiti, Massimo Gaudioso, Matteo Garrone
Darsteller: Marcello Fonte, Edoardo Pesce, Adamo Dionisi, Nunzia Schiano, Francesco Acquaroli, Alida Baldari Calabria, Gianluca Gobbi
Verleih: Alamode Filmdistribution OHG

Irgendwo in einer verfallenen italienischen Küstenstadt, wo das Gesetz des Stärkeren gilt, lebt der sanftmütige Hundefriseur Marcello (Marcello Fonte). Mit seinem Salon verdient der schmächtige Mann den bescheidenen Unterhalt für sich und seine kleine Tochter Alida, die er über alles liebt. Der ganze Ort wird allerdings von dem ehemaligen Boxer Simone (Edoardo Pesce) tyrannisiert. Nach und nach drängt sich der soeben aus dem Gefängnis entlassene Mafioso auch in Marcellos Leben und bedroht dessen Existenz. Fest entschlossen, seine Würde zurückzugewinnen, schmiedet Marcello einen furchtbaren Racheplan. 

Kritik

Mit DOGMAN zeichnet der Regisseur Matteo Garrone ein düsteres Bild über Lage in Italien – eine Welt, in der es keine Gewinner, sondern ausschließlich Verlierer gibt…

Der Hundefriseur Marcello ist wahrlich kein sympathischer Geselle. Mehr schlecht als recht hält er sich in einem heruntergekommenen Kaff in Italien über Wasser. Jegliche Versuche, sich gegenüber den anderen Dorfbewohnern zu behaupten, schlagen fehl und da Marcello zudem nicht gerade mit besonders großer Intelligenz gesegnet ist, trifft er zumeist Entscheidungen, über die wir als Zuschauer nur den Kopf schütteln können. Je mehr er sich in abstruse Begebenheiten verstrickt, desto unsympathischer wird er uns. 

Marcello Fonte portraitiert diesen verlorenen Menschen mit einer unfassbaren Energie. Seine Darstellung brachte ihm letztendlich die Auszeichnung als bester Darsteller bei den Filmfestspielen in Cannes. Zu Recht!

Doch Filme ohne eine wirkliche Identifikationsfigur für den Zuschauer haben es in der Regel immer etwas schwieriger. Im Fall von DOGMAN sollte man sich jedoch darauf einlassen, denn Matteo Garrone ist hier durchaus ein bemerkenswerter Film gelungen. Vielleicht kein liebenswerter, aber immerhin ein eindrucksvoller und sehenswerter.

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Filmplakat

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