Docteur Knock – Ein Arzt mit gewissen Nebenwirkungen

Kinostart: 22.02.2018

ab6 OT: Knock (Frankreich 2017)
Länge: 114 Minuten
Genre: Komödie
Regie: Lorraine Lévy
Drehbuch: Lorraine Lévy
Darsteller: Omar Sy, Alex Lutz, Ana Girardot, Sabine Azéma, Pascal Elbé, Audrey Dana, Michel Vuillermoz, Christian Hecq, Hélène Vincent, André Ferréol
Verleih: Wild Bunch Germany GmbH

Dr. Knock (Omar Sy) ist ein sympathischer Exganove, der nicht nur auf den rechten Weg gefunden, sondern es sogar bis zu einem abgeschlossenen Medizinstudium gebracht hat. Trotzdem schlummert immer noch ein Filou in ihm. Als er in dem verschlafenen Nest Saint-Mathieu aufschlägt, führt er denn auch nichts Gutes im Schilde. Er will die quietschfidelen und vor Gesundheit strotzenden Dorfbewohner überzeugen, dass sie alle an der einen oder anderen Krankheit leiden. Der Trick: Er muss für jeden Einzelnen nur das passende Zipperlein finden. 

Weil sich Dr. Knock als Meister der Verführung und Manipulation erweist, klimpert schon bald das Geld in seiner Kasse. Doch dann passieren zwei Dinge, die Knock aus der Fassung bringen. Zum einen taucht eine dunkle Gestalt aus seiner Vergangenheit auf, und zum anderen erkrankt der Arzt selbst an einer Krankheit, gegen die es kein Heilmittel gibt: der Liebe.

Kritik

Mit DOCTEUR KNOCK – EIN ARZT MIT GEWISSEN NEBENWIRKUNGEN verfilmt Regisseurin Lorraine Lévy ein Theaterstück von Jules Romains – und verfällt dabei ein wenig in Langweile…

Als Jules Romains das Theaterstück „Knock“ 1923 geschrieben hat, wollte er damit seine Ängste zum Ausdruck bringen, als er sah, dass sich eine der größten Bedrohungen aller Zeiten abzeichnete: das Erstarken von Hitlers NSDAP, die drei Jahre zuvor gegründet worden war und die Überlegenheit der arischen Rasse propagierte. „Um der Welt ihre kruden Theorien zu verkaufen, nutzten sie die Leichtgläubigkeit der Menschen und ihre Faszination für größenwahnsinnige Tyrannen aus. Dr. Knock geht ähnlich vor, denn er missbraucht Medizin und Wissenschaft, um über die Einwohner von Saint-Maurice herrschen zu können“, so die Regisseurin über die Vorlage ihres Films.

Doch das Theaterstück war Lévy dann doch zu düster und so entschied sie sich, die Handlung in die 1950er Jahre zu verlagern, um so eine zeitlich ausreichende Distanz zum dunkelsten Kapitel unserer Geschichte zu schaffen. Doch leider verleiht sie dem Film dadurch auch eine gewisse Form von Gleichgültigkeit, denn obwohlDOCTEUR KNOCK – EIN ARZT MIT GEWISSEN NEBENWIRKUNGEN recht charmant daher kommt, plätschert er irgendwie auch einfach nur vor sich hin. Die Geschichte vom Scharlatan, der im Laufe der Geschichte seine Läuterung findet, hat es so oder anders bereits etliche Male gegeben. So bleibt am Ende von der Geschichte nicht allzu viel übrig. Für einen netten Kinobesuch mag das reichen, doch angesichts des Überangebots in den Filmtheatern vielleicht doch nicht. 

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Filmplakat

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