Die Schule der magischen Tiere

Kinostart: 14.10.2021

ab0 OT: Die Schule der magischen Tiere (Deutschland 2021)
Länge: 93 Minuten
Genre: Familie / Abenteuer
Regie: Gregor Schnitzler
Drehbuch: Viola M. J. Schmidt, John Chambers
Darsteller: Emilia Maier, Leonard Conrads, Loris Sichrovsky, Nadja Uhl, Milan Peschel, Justus von Dohnányi, Heiko Pinkowski, Marleen Lohse, Stephan Luca, Rike Schmid und den Stimmen von Max von der Groeben, Katharina Thalbach & Sophie Rois
Verleih: Leonine Distribution GmbH

Mit DIE SCHULE DER MAGISCHEN TIERE kommt wieder mal ein Film für jüngere Generation in die Kinos, der vielleicht auf den ersten Blick wie „Harry Potter für Fußgänger“ aussieht, am Ende aber doch mit Witz, Charme und toller Botschaft überzeugen kann. Und kein Geringerer als Pop-Superstar Sasha steuert den Titelsong bei… 

Für Ida (Emilia Maier) bricht eine Welt zusammen – Sie muss umziehen. Weg von ihrem Zuhause, weg von der Schule und vor allem: weg von den Freunden. Als jedoch in ihrer neuen Klasse die Lehrerin Miss Cornfield (Nadja Uhl) verkündet, dass alsbald alle Kinder ein magisches Tier als Begleiter erhalten, ist die Freude groß. Ausgerechnet die beiden Außenseiter Ida und Benni (Leonard Conrads) sind als Erste dran. Ida wird der Fuchs Rabbat (Stimme: Max von der Groeben) an die Seite gestellt, Benni die Schildkröte Henrietta (Stimme: Katharina Thalbach). Diese magischen Tiere können nicht nur sprechen, sie haben sogar einen eigenen Charakter. Henrietta ist zwar schon 180 Jahre alt, Breakdance ist jedoch kein Fremdwort für sie. Rabbat ist sowohl pfiffig, als auch gewitzt. Durch Rabbat wird Ida umgehend zum Star der Klasse – jeder möchte mit ihr befreundet sein. Benni hingegen bleibt der Außenseiter, auch wenn er mit Henrietta Skateboard fahren und seine Leidenschaft für Piraten teilen kann. Aber in der Schule herrschen ganz andere Probleme: Ein Dieb geht um und es verschwinden immer wieder Dinge. Es beginnt eine spannende Suche nach dem Täter…

Sicherlich ist der Film nicht wirklich etwas für Erwachsene, aber wer hätte das auch vermutet. Kinder hingegen haben hier einen Heidenspaß und lernen zugleich noch etwas über Freundschaft und Mobbing. Wenn das keine guten Gründe für einen Kinobesuch sind. 

Allerdings krankt der Film auch wieder an einem typischen Problem deutscher Kinderfilme: Die Erwachsenen sind wieder einmal komplett überzeichnet: Ob es nun der überzogen penible Schuldirektor Siegmann (Justus von Dohnányi) oder der seltsam merkwürdige Eigentümer der magischen Zoohandlung Mister Mortimer Morrison (Milan Peschel) – warum muss immer diese Extrem-Darstelling sein. Dass man Kinder auch ernst nehmen kann, hat die Harry-Potter-Reihe doch eindrucksvoll bewiesen. Aber sei es drum…

Vorlage für den Film bilden die allein in Deutschland sieben Millionen Mal verkauften und in 25 Sprachen übersetzten Bücher der Kinder- und Jugendbuchreihe DIE SCHULE DER MAGISCHEN TIERE  der Autorin Margit Auer. Offenbar hatten die Macher ein gesundes Vertrauen in den Stoff, denn der zweite Teil ist ebenfalls bereits abgedreht. Es bleibt also spannend in dieser eigentümlichen Schule.

Interview

Den Titelsong hat zudem kein Geringerer als Pop-Superstar Sasha beigesteuert. Wie er zu dem Film kam und was ihn bewogen hat, den Song einzusingen, hat er uns im Interview verraten.

Trailer

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Filmplakat

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