Wer nicht weiß, auf was man sich hier einlässt, sei gewarnt: Der Animationsfilm DEMON SLAYER: KIMETSU NO YAIBA – INFINITY CASTLE des japanischen Regisseurs Haruo Sotozaki ist eine 156 (!) Minuten lange Bilderflut, die auf uns einstürzt. Also nur etwas für absolute Anime- und Manga-Fans. Alle anderen werden möglicherweise den Kinosaal schon nach wenigen Minuten verlassen.
Der japanische animierte Dark-Fantasy-Actionfilm basiert auf dem Handlungsstrang „Infinity Castle“ der Manga-Serie „Demon Slayer: Kimetsu no Yaiba“ von Koyoharu Gotouge. Es handelt sich um eine direkte Fortsetzung der vierten Staffel der Anime-Fernsehserie sowie der vierten, fünften und sechsten Manga-Adaption, die auf den Film „Mugen Train“ (2020) und die abendfüllenden Kompilationen „To the Swordsmith Village“ (2023) und „To the Hashira Training“ (2024) folgt. (Das muss als Fan-Grundwissen reichen – allen anderen ist diese Informationsflut wohl eher egal.)
Im Mittelpunkt des Films steht der Junge Tanjirō, der sich dem Korps der Dämonenjäger anschließt, nachdem seine kleine Schwester Nezuko selbst in einen Dämonen verwandelt worden war. Während er stärker wird und seine Freundschaften und Bindungen zu anderen Mitgliedern des Korps vertieft, hat Tanjirō gemeinsam mit seinen zwei engsten Gefährten bereits zahlreiche Dämonen bekämpft. Dabei wird er von den höchstrangigen Schwertkämpfern des Korps, den sogenannten Säulen, unterstützt. So trifft er auf Flammensäule, Klangsäule, Nebelsäule und Liebessäule…
Das klingt zwar alles sehr poetisch, doch seien wir ehrlich: Die Handlung ist hier wirklich Nebensache. Jeder noch so konzentriert zuschauende Kinobesucher wird irgendwann während der mehr als zweieinhalb Stunden die Übersicht verlieren. Da stürzen sich wild entschlossene Kämpfer von Hochhäusern und fechten sogar noch während des schier endlosen Fallens um ihr Leben, da will ein riesiger Dämon nicht akzeptieren, dass er längst seinen Kopf verloren hat, und fightet weiter.
Dann gibt es aber auch magische Szenen in einem schneebedeckten Wald oder in einem japanischen Garten. Und am Ende erfahren wir die Vorgeschichte von Tanjirō und seiner Schwester…
Klar ist: Die Schauwerte sind spektakulär und schier überwältigend. Doch man muss dieses Genre mögen – und man braucht sehr viel Kondition.
P. S. In Japan bricht dieser Film zurzeit alle Einspielrekorde.
Gekijô-ban Kimetsu no Yaiba Mugen Jô-hen (Japan 2025)
156 Minuten
Action / Animation / Familie
Haruo Sotozaki, Hikaru Kondô
Koyoharu Gotouge, Hikaru Kondô
Yûichi Terao
Kenji Hamada, Natsuki Hanae, Kana Hanazawa, Saori Hayami, Kaede Hondo, Yoshimasa Hosoya, Akira Ishida, Kengo Kawanishi, Akari Kitô, Katsuyuki Konishi, Yoshitsugu Matsuoka, Mamoru Miyano, Ryôtarô Okiayu, Takahiro Sakurai, Tomokazu Seki, Hiro Shimono, Tomokazu Sugita, Ken'ichi Suzumura, Reina Ueda, Aoi Yûki
Constantin von Jascheroff, Julia Meynen, Klaus-Dieter Klebsch, Nico Sablik, Dirk Petrick, Dennis Schmidt-Foß, Maria Koschny, Lisa May-Mitsching, Tommy Morgenstern, Moira May, Nicolás Artajo, Rainer Fritzsche, Norman Matt, Jamie Lee Blank, Gerrit Schmidt-Foß, Sebastian Schulz, Tim Knauer, Oliver Feld, Jodie Blank, Rieke Werner, Luisa Wietzorek
Sony Pictures Releasing GmbH