Das krumme Haus

Kinostart: 29.11.2018

ab12 OT: Crooked House (USA 2018)
Länge: 116 Minuten
Genre: Krimi
Regie: Gilles Paquet-Brenner
Drehbuch: Julian Fellowes, Tim Rose Price, Gilles Paquet-Brenner
Darsteller: Glenn Close, Terrence Stamp, Max Irons, Stefanie Martini. Julian Sands, Gillian Anderson, Christina Hendricks
Verleih: Twentieth Century Fox of Germany GmbH

Nachdem der wohlhabende griechische Familienpatriarch Aristide Leonides im England der späten 1950er Jahre unter verdächtigen Umständen ums Leben kam, bittet seine Enkelin Sophia ihren früheren Geliebten, den Privatdetektiv Charles Hayward, inständig darum, sie auf ihrem Familiensitz aufzusuchen und Ermittlungen anzustellen. Bei seiner Ankunft begegnet Charles den drei Generationen der Leonides-Dynastie, die in einer durch Bitterkeit, Missgunst und Neid vergifteten Atmosphäre zusammenleben. Wird es ihm gelingen, in diesem von Motiven, Indizien und Verdächtigen übervollen Haus den Mörder zu entlarven, bevor er erneut zuschlagen kann? 

Kritik

Wenn man die sehenswerte Neuverfilmung des Orient Expresses gesehen hat, fragt man sich zwangsläufig, warum Agatha Christies DAS KRUMME HAUS jetzt als eine solch biedere Verfilmung daherkommt… 

In ihrer Autobiographie hat Agatha Christie DAS KRUMME HAUS neben „Tödlicher Irrtum“ als ihr liebstes Werk bezeichnet. Man darf sich daher durchaus fragen, warum der Stoff bislang noch kein einziges Mal verfilmt wurde. Nun, es könnte daran liegen, dass der Film recht wenig Überraschungen bietet und nahezu sämtliche Figuren in dieser Familie hassenswert sind. Schließlich hat hier jeder Dreck am Stecken und lästert über die anderen, so dass es schwerfällt, unter all den Figuren eine Sympathieperson zu finden. 

Jeder hat hier mindestens einen Grund, den alten Herren auf dem Gewissen zu haben und wenn man am Ende alle Geschichten gehört hat, ist es ziemlich egal, wer es denn nun war – schließlich möchte man keinen davon jemals wiedersehen.

DAS KRUMME HAUS ist eine äußerst langweilig erzählte Whodunit-Geschichte, die sich schnell ermüdend auf den Zuschauer auswirkt. Warum man im Jahre 2018 noch so altmodisch inszeniert, wird vermutlich immer ein Rätsel bleiben… 

Bildergalerie

Trailer

Comments Closed

Kommentare sind geschlossen.

Filmplakat

Neustarts am 29.11.2018

Alexander McQueen – Der Film

„Meine Shows handeln von Sex, Drugs und Rock‘n’Roll“: Lee Alexander McQueen brachte den Punk zurück in die Modewelt. Ein exzentrischer Designer, der 1993 sein eigenes Label „Alexander McQueen“ gründete und mit seinen opulenten Modeschauen immer für Skandale sorgte. Doch das 2010 verfrüht verstorbene Ausnahmetalent war weit mehr als ein Enfant terrible, das die Öffentlichkeit mit Weiterlesen

Der Grinch

Der Grinch, ein grün behaarter, zynischer Miesepeter, der hoch über dem fröhlichen Dörfchen Whoville in einer tristen Höhle wohnt, verabscheut nichts so sehr, wie die ausgelassenen Weihnachtsfeierlichkeiten der Dorfbewohner. Nichts und niemand ist vor den Launen des brummigen Griesgrams sicher, nur sein treuer Hund Max geht mit ihm durch dick und dünn; hält ihm die Treue. Weiterlesen

The House That Jack Built

USA in den 1970er Jahren. Wir begleiten den hochintelligenten Jack (Matt Dillon) über einen Zeitraum von zwölf Jahren und werden dabei Zeugen von fünf exemplarischen Morden, die seine Entwicklung zum Serienkiller prägen. 

Die unglaubliche Reise des Fakirs, der in einem Kleiderschrank feststeckte

Der junge Straßenkünstler Aja verdient sich seinen Lebensunterhalt in den quirligen Gassen Mumbais. Doch eine Frage beschäftigt ihn seit frühester Kindheit: Wer war sein Vater? Erst nach dem Tod seiner Mutter entdeckt er eine Spur, die nach Paris führt. Kurzentschlossen macht Aja sich auf die Reise in die „Stadt der Liebe“, wo er gleich am Weiterlesen