Colombiana

Colombiana

ab16 OT: Colombiana (USA/Frankreich, 2011)
Länge: 107 Minuten
Genre: Action
Regie: Olivier Megaton
Darsteller: Zoe Saldana, Jordi Mollà, Cliff Curtis, Lennie James, Michael Vartan, Callum Blue, Amandla Stenberg

Cataleya (Zoe Saldana) ist erst neun Jahre alt, als sie die Ermordung ihrer Eltern durch den brutalen kolumbianischen Mafiaboss Don Luis (Beto Benites) und dessen rechte Hand Marco (Jordi Mollà) mit ansehen muss. Sie selbst entgeht dem Anschlag nur knapp und es gelingt ihr, zu ihrem Onkel Emilio (Cliff Curtis) nach Chicago zu fliehen. Getrieben von dem Wunsch nach Rache und fest entschlossen, den Mörder ihrer Eltern aufzuspüren, lässt sie sich von Emilio zur Profi-Killerin ausbilden. Doch Don Luis genießt inzwischen den Schutz der CIA. Bei dem Versuch, ihren Erzfeind aus der Reserve zu locken, gerät nicht nur Cataleya immer mehr ins Fadenkreuz des FBI sondern auch Danny (Michael Vartan), der von den dunklen Machenschaften seiner Freundin nichts ahnt…

Kritik

Es ist nicht von der Hand zu weisen: Luc Besson hat einfach ein Fable für starke Frauen, dieses Mal in Form der verführerischen Zoe Zaldana. Besson legt einen lupenreinen Action-Thriller vor, der normalerweise nicht viel Handlung benötigt. Doch mit kleinen und durchaus intelligenten Details gelingt es dem Film, eventuelle Unglaubwürdigkeiten sofort wieder zu erden. Auch bei den rasanten Kamerafahrten oder schweitreibenden Kampfszenen bleibt dem Zuschauer nichts zu Wünschen übrig.

httpvh://youtu.be/wkR73eQS7SE

Facebook-Kommentare

Schreibe einen Kommentar

Neustarts am

Kaiserschmarrndrama

Kaum zu glauben, „Kaiserschmarrndrama“ ist bereits der siebte Film über das bizarre Leben des niederbayerischen Provinzpolizisten Franz Eberhofer (Sebastian Bezzel) nach den Romanen von Rita Falk. Regisseur Ed Herzog muss sich nicht groß anstrengen, jeder der Teile gelingt ihm scheinbar mühelos – und es macht Spaß, die Filme anzuschauen, auch als Norddeutscher. 

Fabian oder der Gang vor die Hunde

Das Projekt war extrem ehrgeizig – doch Regisseur Dominik Graf hat alle Probleme umschifft. Nichts weniger als sein Opus Magnum wollte Graf mit seinem fast dreistündigen Film „Fabian oder Der Gang vor die Hunde“ präsentieren, eine Umsetzung des gleichnamigen Romans von Erich Kästner. Kein Kinderbuch, sondern ein Werk für Erwachsene.

Die Adern der Welt

Die Mongolei ist eines der am dünnsten besiedelten Länder der Erde. Das riesige Agrarland in Mittelasien ist inzwischen ins Zentrum großer Bergbauunternehmen gerückt. Angeblich liegen unter der Erde der Mongolei noch Bodenschätze im Wert von ein bis drei Billionen US-Dollar. Eine erschreckende Zahl! Schlimmster Nebeneffekt: Die einheimischen Nomaden werden von ihren angestammten Hochebenen vertrieben und Weiterlesen

Generation Beziehungsunfähig

Ein Film, zwei Meinungen! Helena Hufnagels Film GENERATION BEZIEHUNGSUNFÄHIG hat unsere Redaktion ein wenig gespalten. Während mein Kollege Jan-Barra Hentschel schwer genervt war, konnte ich dem Film wesentlich mehr abgewinnen, genau genommen war ich sogar schwer begeistert. Daher haben wir uns entschieden, statt einer klassischen Filmkritik ein Pro und Contra zu bringen. Beginnen wir mit der Sicht meines Kollegen:

Contra von Jan-Barra Hentschel

Im Februar 2016 veröffentlichte Michael Nast sein Sachbuch „Generation Beziehungsunfähig“, das sich millionenfach verkaufte. Eine Verfilmung bot sich sofort an, doch es dauerte bis 2020, bis das Drehbuch von Hilly Martinek („Honig im Kopf“) und Regisseurin Helena Hufnagel so weit gediehen war, dass die Besetzung stand und man auf den Set konnte.

Pro von Michael Spangenberg

In der heutigen Zeit von Tinder & Co. scheinen die Menschen irgendwie zu verlernen, sich auf eine echte Beziehung einzulassen. Durch das ständige Überangebot diverser Apps und Webdienste tendieren sie vermehrt zu One-Night-Stands und halten versprochene Sätze wie „ich melde mich“ schon aus Prinzip nicht ein. Offenbar schwingt dabei immer die Angst mit, dass es ja vielleicht noch eine Bessere oder einen Besseren geben könnte, den man gegebenenfalls verpassen könnte. Also ist das Dating an sich schon so etwas wie das Endstadium, wie Henriette Confurius in ihre Rolle als Charlie im Film an einer Stelle feststellt. 

The Green Knight

Wie die Coen-Brüder liebt es der US-Regisseur David Lowery, bekannte Genres gegen den Strich zu bürsten. Nach eher zahmem Mainstream-Beginn („Elliot, der Drache“) drehte er mit „A Ghost Story“ den wohl ungewöhnlichsten Geisterfilm der Geschichte. Nach der mit viel Augenzwinkern inszenierten Robert-Redford-Komödie „Ein Gauner und Gentleman“ vertiefte sich Lowery auf Jahre in die Welt der Weiterlesen

Wer wir sind und wer wir waren

Was passiert, wenn die Liebe eines Lebens zerbricht? Dieser Frage geht der Drehbuchautor und Regisseur William Nicholson in WER WIR SIND UND WER WIR WAREN auf den Grund und seziert darin die Beziehung eines Paares am lebendigen Leib. 

Gaza Mon Amour

Mit ihrem zweiten Film GAZA MON AMOUR lassen uns die Regie-Zwillinge Arab und Tarzan Nasser in die unbekannte Welt des Gaza-Streifens eintauchen. Eine Welt, die nicht nur unter der Blockade Israels leidet, sondern auch unter ihrer eigenen islamistischen Regierung. Wirtschaftliches Elend, Bombenangriffe, Angst und Unsicherheit prägen das Bild der dort lebenden Menschen. 

Alles ist Eins. Außer der 0

Mit ihrer Dokumentation ALLES IST EINS. AUSSER DER NULL setzen die Regisseure Tanja Schwerdorf und Klaus Maeck den Gründern des Chaos Computer Clubs ein Denkmal. 

Censor

David Cronenberg hat es uns 1983 mit „Videodrome“ auf drastische Weise deutlich gemacht, wie VHS-Kassetten und Fernsehen sehr direkt und sehr brutal unser tägliches Leben beeinflussen können. Wir haben diese Ära zwar längst in Richtung DVD und Streaming-Dienst verlassen – doch der Horror bleibt. Die walisische Regisseurin Prano Bailey-Bond hat sich für ihren Debütfilm „Censor“ Weiterlesen

Cash Truck

Guy Ritchie liebt es, den Zuschauer lange im Dunkeln zu lassen. Auch in „Cash Truck“, dem Remake des französischen Thrillers „Cash Truck – Der Tod fährt mit“ von 2004, erreicht der britische Regisseur mit für ihn typischen Zeitsprüngen und Rückblenden, dass man eine Zeit lang über die Motive der Hauptperson rätseln muss: Welchen Beruf hat Weiterlesen