Colette

Kinostart: 03.01.2019

ab6 OT: Colette (USA / Großbritannien 2018)
Länge: 112 Minuten
Genre: Drama / Biographie
Regie: Wash Westmoreland
Drehbuch: Richard Glatzer, Wash Westmoreland, Rebecca Lenkiewicz
Darsteller: Keira Knightley, Dominic West, Denise Gough, Fiona Shaw, Eleanor Tomlinson, Robert Pugh, Ray Panthaki
Verleih: DCM Film Distribution GmbH

Als Sidonie-Gabrielle Colette (Keira Knightley) den erfolgreichen Pariser Autoren Willy (Dominic West) heiratet, ändert sich ihr Leben schlagartig: Sie zieht aus dem ländlichen Frankreich ins turbulente Paris und wird Teil der intellektuellen und kulturellen Elite. Willy, der von einer Schreibblockade geplagt ist, überzeugt seine junge Frau, für ihn als Ghostwriter zu arbeiten. In ihrem Debütroman erzählt Colette die Geschichte einer selbstbewussten, jungen Frau namens Claudine, die genau wie Colette eine Affäre mit derselben Frau wie ihr Mann hat. Ein halb-autobiografisches Buch, das unter Willys Namen zum Bestseller wird und ihm Reichtum und Ruhm verschafft. Schnell entstehen weitere Claudine-Bestseller – geschrieben von Colette – und schließlich eine ganze Markenwelt inklusive Parfum, Make-up und Seifen. Nach und nach beginnt Colette den Kampf darum, gesellschaftliche Zwänge zu überwinden und sich als wahre Autorin der erfolgreichen Bücher offenbaren zu können, um ihre Werke für sich zu beanspruchen.

Kritik

Keira Knightley macht in COLETTE mal wieder das, was sie am Besten kann: überzeugen in einem Kostümdrama…

Ob in „Anna Karenina“, „Dunkle Begierde“, „Abbitte“ oder „Stolz & Vorurteil“ – in sogenannten Period Dramas hat man die Britin bereits etliche Male gesehen. Und obwohl das Genre nicht unbedingt zu meinen Lieblingen zählt, kann ich mich an keinen Film erinnern, in dem Knightley nicht überzeugen konnte. Das ist natürlich auch wieder in COLETTE der Fall. Mit ihrer unnachahmlichen Art verleiht sie der Hauptfigur eine Größe, die ihr mehr als zusteht. Schließlich erzählt der Film von einer starken Frau, die ihren eigenen Weg geht und aus literarischer und politischer Sicht eine wichtige Rolle in der Geschichte der Frauen spielt. Sie war es, die gesellschaftliche Konventionen und die Rollen der Geschlechter in Frage stellte. Ein wichtiger Schritt in dem leider bis heute immer noch nicht vollendeten Kampf um Gleichberechtigung. 

Man kann dem Film vorwerfen, er sei konventionell inszeniert und folge dem typischen Stil eines Kostümfilms. Aber mal ehrlich, muss jeder einzelne Film sein Genre neu erfinden? Ich denke mal nicht, denn manchmal reicht es auch, wenn er eine interessante Geschichte unterhaltsam erzählt. Und wenn dann auch nicht Darsteller zu überzeugen wissen sollte das reichen. So wie hier. 

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Filmplakat

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