Climax

Kinostart: 06.12.2018

ab16 OT: Climax (Frankreich 2018)
Länge: 93 Minuten
Genre: Drama / Thriller
Regie: Gaspar Noé
Drehbuch: Gaspar Noé
Darsteller: Sofia Boutella, Romain Guillermic, Souheila Yacoub, Kiddy Smile, Claude Gajan Maull, Gisele Palmer, Taylor Kastle, Thea Carla Schott, Sharleen Temple, Lea Vlamos, Alais Alsafir
Verleih: Alamode Filmdistribution OHG

21 junge Tänzer sind bereit. Ein Tag noch, dann werden sie auf Tournee gehen, erst in Frankreich, dann in den USA. Vor der Abreise haben sie sich versammelt. Sie wollen zusammen tanzen. Sich näher kommen. Reden und feiern. Unablässig pumpt die Musik Beats in den Raum. Sangria fließt in Strömen. Die Stimmung ist bestens. Bis Selva (Sofia Boutella) eine Entdeckung macht: Jemand hat Drogen in die Drinks gemischt. Nach und nach beginnen sie zu wirken. Panik macht sich breit. Der Schuldige wird gesucht, ein kollektiver Horrortrip beginnt. Aus Angst wird Paranoia, aus unterschwelliger Aggression offene Gewalt, aus Zuneigung unkontrollierte Begierde. Die energetische Choreographie löst sich in Chaos auf. Die Tänzer taumeln, stolpern und tanzen weiter in höchster Ekstase bis zum Morgengrauen als die Polizei eintrifft und das ganze Ausmaß entdeckt.

Kritik

Mit seinen Filmen hat Gaspar Noé schon immer Grenzen ausgelotet – das ändert sich auch mit seinem neuesten Werk CLIMAX nicht wirklich… 

Auf die Filme des argentinischen Regisseurs muss man sich einlassen, sonst ist man hoffnungslos verloren. Da mich sein letztes Werk LOVE schon nicht wirklich beeindruckt hat, habe ich mich CLIMAX bereits mit gewissen Vorurteilen genähert, Leider ist ist es mir auch dieses Mal nicht gelungen, einen Zugang zum Film zu finden. Okay, die Tanzszenen zu Beginn sind schon mal extrem stark und wie sich die Kamera um die Tänzerinnen und Tänzer bewegt, ist wirklich absolut sehenswert. 

Dann jedoch hat mich die Handlung – sofern man denn eine erkennen kann – immer mehr verlassen. Vielleicht liegt es daran, dass mir ein paar Drogen in den Drinks und die darauf folgenden Halluzinationen der Protagonisten einfach nicht ausreichen. Klar, hier kommen verborgene Probleme und Ressentiments ans Licht und die Menschen bringen – verursacht durch die Drogen – ihr wahres Ich zum Vorschein. Aber irgendwann reicht es mir und je mehr der Film voran schritt, desto weniger habe ich mich für die Figuren interessiert. Es war mir letztendlich sogar egal, wer denn nun die Drogen in die Drinks gemischt hat. So egal, dass mir inzwischen die Auflösung völlig entfallen ist. 

Ich kann nachvollziehen, warum es Menschen gibt, die diesen Film lieben, ihn mögen oder gar lobpreisen. Aber für mich selbst muss ich nun mal feststellen, dass mich CLIMAX irgendwie gleichgültig zurücklässt. Aber so ist das nun mal – man kann halt nicht alle Filme mögen… 

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