Zu Ende ist alles erst am Schluss

Kinostart: 26.03.2015

OT: Les Souvenirs (Frankreich 2014)
Länge: 94 Minuten
Genre: Komödie / Drama
Regie: Jean-Paul Rouve
Drehbuch: David Foenkinos, Jean-Paul Rouve, nach einem Roman von David Foenkinos
Darsteller:

Michel Blanc, Annie Cordy, Mathieu Spinosi, Chantal Lauby, William Lebghil, Audrey Lamy, Flore Bonaventura, Jean-Paul Rouve, Jacques Boudet

Romain Esnard (Mathieu Spinosi) ist jung und hat das ganze Leben noch vor sich. Sein Vater Michel (Michel Blanc) ist Postbeamter alter Schule und geht gerade in Rente. Seine geliebte Großmutter Madeleine (Annie Cordy) musste jüngst ins Seniorenheim und sein Opa ist gerade gestorben. Eigentlich interessiert sich Romain für Literatur und vielleicht möchte er auch ein Buch schreiben, doch die ganz normalen Familiengeschichten halten ihn in Atem. Das Seniorenheim findet Oma Madeleine so scheußlich, dass sie urplötzlich Reißaus nimmt und spurlos verschwindet. 

Familie Esnard, beziehungsweise das, was von ihr übrig ist, gerät in noch größeren Aufruhr. Vater Michel, ohnehin konsterniert über den eigenen Ausstieg aus dem Leben, kriegt einen Wutanfall nach dem nächsten. Und Romains Mutter erklärt, dass sie die Scheidung will. Eines Tages findet Romain in seinem Briefkasten eine Postkarte und darin einen kleinen Hinweis, an welchem Ort nach Madeleine zu suchen ist. Romain macht sich auf den Weg in die Normandie und begegnet nicht nur einem unverhofften Tankstellenorakel, das Auskunft über die große Liebe gibt, sondern auch Erinnerungen an erste und späte Dinge des Lebens.

Kritik

Jeder möchte sein Glück finden und so mancher verzweifelt, wenn er die große Liebe partout nicht findet. Regisseur Jean-Paul Rouve hat aus dieser Thematik einen Film gemacht. Der Ansatz von ZU ENDE IST ALLES ERST AM SCHLUSS ist dabei auch äußerst löblich, doch leider verliert sich Rouve immer wieder in der Geschichte und setzt auf ein Drehbuch (das er selbst mit verfasst hat), das glaubt, skurrile Einfälle zu haben. Nur leider gehen diese immer häufiger nach hinten los.

Allein die Idee, ein unbekannter Tankstellenwart hätte die Lösung auf alle Fragen der Welt, nur weil er dem entscheidungsunfähigen Romain empfiehlt, ein Twix zu nehmen, ist an den Haaren herbeigezogen. Oder wer käme auf die Idee, diesen Mann nach seiner Twix-Empfehlung („Da sind schließlich zwei Stück drin“) zu fragen, wie man denn die große Liebe finden würde? Sicherlich niemand.

Hin und wieder findet Rouve aber den richtigen Ton und so ist ZU ENDE IST ALLES ERST AM SCHLUSS ein durchwachsener Film, der selten so recht auf den richtigen Pfad findet.

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