Wilson – Der Weltverbesserer

Kinostart: 29.06.2017

OT: Wilson (USA 2017)
Länge: 95 Minuten
Genre: Komödie
Regie: Craig Johnson
Drehbuch: Daniel Clowes, basierend auf seiner Graphic Novel
Darsteller: Woody Harrelson, Laura Dern, Isabella Amara, Judy Greer, Cheryl Hines, Margo Martindale, David Warshofsky, Mary Lynn Rajskub
Mathias Wagner gefällt dieser Artikel

Wilson (Woody Harrelson), ein einsamer, neurotischer und urkomisch ehrlicher Misanthrop mittleren Alters, bekommt eine Chance auf das Glück, als er sich mit seiner zerstrittenen Frau (Laura Dern) versöhnt. Als er erfährt, dass er eine jugendliche Tochter (Isabella Amara) hat, die er nie kennengelernt hat, versucht er auf seine einzigartige und leicht verdrehte Art, eine Verbindung zu ihr aufzubauen. 

Kritik

Ich bin ja durchaus ein großer Freund von verschrobenen Charakteren. Kein Wunder also, dass mir WILSON – DER WELTVERBESSERER extrem gut gefallen hat.

Die Rolle des Wilson ist wie gemacht für Woody Harrelson, ist er doch sehr häufig als seltsamer Zeitgenosse auf der Leinwand zu sehen. Zu Beginn war mir gar nicht klar, dass dieser Film auf einer Graphic Novel basiert, die eigentlich nur eine Sammlung von kurzen, einseitigen Comic-Strips ist. Die Kunst bestand also darin, aus alle diesen Kurzgeschichten einen zusammenhängenden Film zu kreieren. Dem Regisseur Craig Johnson ist das ganz wunderbar gelungen, was aber vermutlich auch daran liegt, dass sein Drehbuchschreiber Daniel Clowes auch gleichzeitig der Autor der Graphic Novel ist. 

Die Geschichte, die WILSON – DER WELTVERBESSERER erzählt, ist gar keine besondere. Vielmehr folgen wir eigentlich nur einem kauzigen, leicht gewöhnungsbedürftigen Typen ein wenig in seinem Leben. Seine oftmals holprigen Versuche, irgendwie am Leben teilzuhaben, sind aber so charmant erzählt, dass wir ihn über kurz oder lang ins Herz schließen. Und eigentlich am Ende noch viel mehr sehen möchten. Aber vielleicht gibt es ja irgendwann ein Wiedersehen mit Wilson. Die Hoffnung stirbt schließlich zuletzt. 

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Filmplakat

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