Wendy – Der Film

Kinostart: 26.01.2017

OT: Wendy – Der Film (Deutschland 2016)
Länge: 91 Minuten
Genre: Abenteuer / Familie
Regie: Dagmar Seume
Drehbuch: Carolin Hecht
Darsteller: Jule Hermann, Jasmin Gerat, Benjamin Sadler, Maren Korymann, Nadeshda Brennicke, Waldemar Kobus
Mathias Wagner gefällt dieser Artikel

Die zwölfjährige Wendy (Jule Hermann) ist gar nicht begeistert. Sie soll mit ihren Eltern Gunnar (Benjamin Sadler) und Heike (Jasmin Gerat) die kompletten Sommerferien auf Rosenborg verbringen. Der runtergekommene Reiterhof, den Wendys Oma Herta (Maren Kroymann) nach dem Tod ihres Mannes allein betreibt, steht in direkter Konkurrenz zum modernen Reitstall St. Georg. Dieser gehört der geschäftstüchtigen Ulrike (Nadeshda Brennicke), deren Tochter Vanessa (Henriette Morawe) erst bei Turnieren gewinnen kann, seit Wendy mit dem Reiten aufgehört hat. Denn Wendy ist seit einem Reitunfall nie wieder auf ein Pferd gestiegen.

Doch kaum am Ferienort angekommen, läuft ihr das verwundete Pferd Dixie über den Weg. Es ist dem Metzger Röttgers (Waldemar Kobus) ausgebüxt und scheint nun Wendys Nähe zu suchen. Zwischen den beiden Einzelgängern entwickelt sich eine Freundschaft, die nicht nur Wendys Leben für immer verändern wird, sondern auch Rosenborg vor dem Verkauf retten könnte. Doch wie lange wird es Wendy gelingen, Dixie vor den Erwachsenen und ihrer Rivalin Vanessa zu verstecken?

Kritik

Mit WENDY – DER FILM kommt der nächste Mädchen-Pferde-Film in die deutschen Kinos. Aber was bietet der Film außer den üblichen Klischees?

Als Filmkritiker schaut man mitunter Filme, zu deren Zielgruppe man nicht einmal im entferntesten Sinne gehört. So verhält es sich auch in diesem Fall. Da ich selbst in meiner Kindheit absolut null Berührungspunkte mit Pferden, geschweige denn mit WENDY hatte, fällt es mir natürlich schwer, an dieser Stelle beurteilen zu können, wie nah diese Verfilmung nun an den ursprünglichen Büchern und Zeitschriften liegt. Daher erspare ich es mir, darauf einzugehen.

Was uns  Regisseurin Dagmar Seume hier kredenzt, ist aber ein typischer Vertreter dieses Genres, der jedoch beinahe so wirkt, als hätte man eine To-Do-Liste nacheinander abhakt. Das gibt es das obligatorische pferdeverrückte Mädchen, das natürlich ein Trauma erlitten hat und sich jetzt nicht mehr aufs Pferd traut. Und dann gibt es natürlich das Pferd, das von eben diesem Mädchen vor dem bösen, bösen Schlachter gerettet wird. Hinzu kommen die üblichen „Freundinnen“ unter denen es natürlich Neider, aber auch echte Freunde gibt. Außerdem der benachbarte Reiterhof, der den der Protagonistin in seiner Existenz bedroht. Schwupps ist die Geschichte zusammen gebaut und erzählt. So weit, so unaufregend. Das mag vielleicht für die Zielgruppe in Ordnung sein, die elterliche Begleitung dürfte sich aber gelangweilt in den Kinosesseln wälzen. 

Positiv vorhalten sollte man dem Film vielleicht, dass er auf ein wesentliches Detail seiner bisherigen Vorgänger verzichtet: Das Reitturnier am Ende des Films, mit dessen Siegprämie der eigene Hof gerettet wird. Aber wofür gibt es schließlich Fortsetzungen… 

Bildergalerie

Trailer

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Filmplakat

Neustarts am 26.01.2017

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