Welcome to Karastan

Kinostart: 21.05.2015

OT: Welcome to Karastan (Georgien / Deutschland / Rumänien, Großbritannien 2014)
Länge: 99 Minuten
Genre: Komödie
Regie: Ben Hopkins
Drehbuch: Ben Hopkins, Pawel Pawlikowski
Darsteller:

Mathhew MacFadyen, Myanna Buring, Richard van Weyden, Noah Taylor, Lasha Ramishvili, David Valijanashvili, Ümet Unal, Leo Antadze, Maria Fernandez-Ache, Ali Cook, Verat Erincin

Emil Forester (Matthew MacFadyen), Londoner Filmregisseur mit Kurzfilm-Oscar in Schaffenskrise, wird zur Retrospektive seiner bisherigen Filme zum Filmfestival in die neugegründete Kaukasus-Republik Karastan eingeladen. Dort macht ihm der allmächtige Präsident Abashiliev (Richard van Weyden) ein schier unwiderstehliches Angebot: Das nationale Filmepos Karastans zu drehen, ohne finanzielle Beschränkungen, ein opulentes Schlachtengemälde mit tausenden Statisten und dem Hollywood-Action-Star Xan Butler (Noah Taylor) in der Hauptrolle. Emil braucht nicht lange, um sich zu entscheiden. 

Doch in Karastan gelten eigene Regeln. Der durchgedrehte Xan Butler hat seine besten Tage offenbar hinter sich, beim Statisten-Casting hilft das Militär mit vorgehaltenem Sturmgewehr, in den malerischen Bergen operiert eine geheimnisvolle Guerrilla und die verführerische Assistentin Chulpan (Myanna Buring) ist in seltsame Aktivitäten verstrickt. Emil müht sich redlich, die explosive Gemengelage zusammenzuhalten, aber schon bald laufen die Dinge gehörig aus dem Ruder, bis weit mehr auf dem Spiel steht als seine künstlerische Integrität…

Kritik

Im vergangenen Jahr hatte das Filmfest Hamburg offenbar ein extrem gutes Händchen, denn selten haben so viele kleine Filme, von denen man annahm, sie würden gleich nach dem Festival wieder verschwinden, den Weg in unsere Kinos gefunden. WELCOME TO KARASTAN ist einer dieser Filme. Regisseur Ben Hopkins legt hier eine bissige, schwarze Komödie vor, die schonungslos mit der Kunst des Filmemachens abrechnet.

Die Kaukasusrepublik „Karastan“ gibt es natürlich nicht wirklich, ansonsten dürften den Regisseur ähnliche Proteste erreichen, wie damals zu Borat-Zeiten aus Kasachstan. Vielleicht haut Hopkins auch gerade deshalb extrem auf die Pauke und bietet dem Zuschauer Szenen und Situationen, die so grotesk sind, dass man aus dem Lachen kaum herauskommt.

In der Summe ist WELCOME TO KARASTAN eine wunderbare Komödie, die so schwarz ist, dass es beinahe schmerzt – Lachmuskelkater garantiert.

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Filmplakat

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