Verborgene Schönheit

Kinostart: 19.01.2017

OT: Collateral Beauty (USA 2016)
Länge: 97 Minuten
Genre: Drama
Regie: David Frankel
Drehbuch: Allan Loeb
Darsteller: Will Smith, Edward Norton, Keira Knightley, Michael Peña, Naomie Harris, Jacob Latimore, Kate Winslet, Helen Mirren
Mathias Wagner, Cornelia Pracht gefällt dieser Artikel

Als ein erfolgreicher New Yorker Werbemanager (Will Smith) eine große Tragödie erlebt und sich völlig aus dem Leben zurückzieht, entwickeln seine verzweifelten Freunde einen drastischen Plan, um zu ihm durchzudringen. Doch er beginnt universelle Fragen zu stellen, indem er Briefe an die Liebe, die Zeit und den Tod schreibt. Erst als er unerwartet sehr persönliche Antworten auf seine Notizen erhält, beginnt er zu begreifen, wie diese ewigen Konstanten untrennbar mit einem erfüllten Leben verbunden sind und wie sich selbst im schwersten Verlust Momente von tiefer Bedeutung und großer Schönheit offenbaren können.

Kritik

Warum VERBORGENE SCHÖNHEIT an den US-Kinokassen gefloppt ist, lässt sich nicht wirklich erklären, schließlich legt Regisseur David Frankel einen liebenswerten Film vor, der davon erzählt, wie man nach einem unvorstellbaren Verlust den Weg zurück ins Leben finden kann. 

Gut, vielleicht ist der Film mitunter etwas zu „Hollywood-esk“ geworden, aber es ist zumindest ein Film, über den es nachzudenken gilt – und hinter dem weitaus mehr steckt, als man auf den ersten Blick glauben mag. So ist die Verbindung zwischen den drei Freunden, die der Figur des Will Smith aus der Krise helfen wollen, und den Schauspielern, die die Liebe, die Zeit und den Tod darstellen, wesentlich tiefer. Warum Edward Norton mit der Liebe spricht, wo ihm doch der Verlust eben dieser zu seiner Tochter droht, warum Kate Winslet mit der Zeit darüber spricht, wie viel ihr überhaupt noch für die Gründung einer Familie bleibt oder warum ausgerechnet Michael Peña mit dem Tod spricht – all das wirkt vielleicht auf den ersten Blick wie am Reißbrett entworfen. Doch dem ist bei Weitem nicht so. 

Erst zum Schluss wird klar, warum es hier und dort Situationen gegeben hat, die seltsam wirkten, nicht wirklich logisch. Erst dann offenbart sich das Ganze Bild – und das auch noch ohne die sonst übliche Holzhammer-Erklärungsmethode Hollywoods. 

So ist VERBORGENE SCHÖNHEIT ein liebenswerter Film mit einer wunderbaren Besetzung, der vielleicht an einigen Stellen etwas unkonventioneller hätte sein können, der aber – wenn man sich auf seine Erzählweise einlässt – zu überzeugen weiss. 

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