Vaterfreuden

Kinostart: 06.02.2014

OT: Vaterfreuden (Deutschland 2013)
Länge: 110 Minuten
Genre: Komödie
Regie: Matthias Schweighöfer
Drehbuch: Sebastian Wehlings, Christian Lyra, Andrea Willson, basierend auf FRETTSACK von Murmel Clausen
Darsteller: Matthias Schweighöfer, Isabell Polak, Friedrich Mücke, Tom Beck, Katharina Schüttler, Luise Bähr, Alexander Khuon, Moritz Grove, Lina Hüesker, Natalie Belitski, Margarita Broich, Detlev Buck, Michael Gwisdek, Milan Peschel

Felix (Matthias Schweighöfer) genießt sein Singledasein in vollen Zügen und ist ohne Familie und Kinder glücklich – bis sein nerviger Bruder Henne (Friedrich Mücke) mit dem honigvernarrten Frettchen Karsten bei ihm einzieht. Immerhin gibt Henne seine große Einnahmequelle als Samenspender preis. Prompt folgt Felix seinem Beispiel und die Geldsorgen sind vorerst gelöst. Bei einem wilden One-Night-Stand taucht auf einmal Karsten auf und beißt sich aus Versehen unterhalb Felix’ Gürtellinie fest: Fortan ist Felix unfruchtbar. So endgültig hatte er sich ein Leben ohne Familie und Kinder nun auch nicht vorgestellt. Also versucht er alles, um die Empfängerin seines kostbaren Erbguts zu finden. Er staunt nicht schlecht, als Henne seine Akte geklaut hat: Die berühmte Fernsehsportmoderatorin Maren (Isabell Polak) wird die Mutter seines einzigen Kindes. Das Problem ist nur, dass sie gerade dabei ist, Ralph (Tom Beck) zu heiraten. Doch Felix will sich die einzige Chance auf eine Familie nicht entgehen lassen und setzt alles daran, Maren näher kennenzulernen…

Kritik

Matthias Schweighofer ist derzeit nicht zu stoppen. SCHLUSSMACHER, FRAU ELLA und jetzt VATERFREUDEN – Schweighöfer dreht in kürzester Zeit einen Film nach dem anderen. Das bei solch einer Fließbandarbeit die Qualität auf der Strecke bleibt, ist fast schon abzusehen. Schweighöfers Filme laufen immer nach altbekannten Mustern ab, die er sich bis ins kleinste Detail bei seinem Kollegen Til Schweiger abgeguckt hat. Dabei sind Schweighöfers Filme dann sogar diejenigen, die sich im direkten Vergleich noch eher ertragen lassen. Man fragt sich als Zuschauer nur, warum er nicht einfach einmal die eingefahrenen Wege verlassen mag. Etwas innovativere Storyideen und wir hätten es mit einem guten deutschen Film zu tun. Schließlich ist der Schweighöfer ja per se ein Netter, den man durchaus gerne auf der Leinwand sieht.

Das größte Ärgernis in VATERFREUDEN ist aber die exzessive Ausnutzung von Product Placement. Es ist ja an sich nicht verwerflich, einen Film dadurch (mit) zu finanzieren, aber irgendwann muss auch einmal Schluss sein. Das der Pay-TV-Anbieter Sky den Film finanziert und durch Technik und Studios unterstützt hat, ist nicht zu übersehen. An jeder denkbaren Stelle prangt aufdringlich ein Sky-Logo. Doch damit nicht genug. Während Bierflaschen unkenntlich gemacht wurden (wollte sich etwas keine Brauerei beteiligen?), wird das Logo eine Babyzubehörausstatters auf (Umzugs-) Kartons diverse Mals so unverfroren ins Bild gehalten, das man sich als Zuschauer fragt, ob der Macher des Filmes den Zuschauer für dumm verkaufen möchte.

Das alles hinterlässt ein solch faden Beigeschmack, dass man sich über die lustigen und guten Szenen (ja, die weist der Film tatsächlich auf) nicht so recht freuen mag. Also, Herr Schweighöfer, beim nächsten Film, den wir in gefühlt drei Monaten erwarten dürfen, geht das doch sicherlich besser, oder?

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Filmplakat

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