Tom of Finland

Kinostart: 05.10.2017

OT: Tom of Finland (Finnland 2017)
Länge: 116 Minuten
Genre: Drama / Biographie
Regie: Dome Karukoski
Drehbuch: Aleksi Bardy, Dome Karukoski
Darsteller: Pekka Strang, Lauri Tilkanen, Jessica Grabowsky, Taisto Oksanen, Seumas Sargent, Niklas Hogner, Jakob Oftebro, Kari Hietalahti
Verleih: MFA+ FilmDistribution e.K.
Mathias Wagner, Claudia-Janet Kaller gefällt dieser Artikel

Zurückgekehrt von der Front des Zweiten Weltkrieges erweist sich für Touko Laaksonen (Pekka Strang) das Leben im Frieden ebenso als Krieg. Im Finnland der 50er-Jahre kann er als Homosexueller weder lieben, wen er will, noch sich selbst verwirklichen. Immer der Gefahr einer strafrechtlichen Verfolgung ausgesetzt, die mit Schwulen rigoros umgeht, findet Touko Zuflucht im Zeichnen homoerotischer Bilder. Unter dem Pseudonym „Tom of Finland“ tritt seine Kunst schließlich in den 1970er-Jahren einen Siegeszug an. Der Künstler entfacht damit nicht nur die „Gay Revolution“, sondern wird auch zur Symbolfigur einer ganzen Generation junger schwuler Männer. 

Kritik

Dass man auch als heterosexueller Mensch seine Freude haben kann an der Biographie einer Schwulenikone, zeigt das sehenswerte Werk TOM OF FINLAND mehr als deutlich. 

Im Presseheft zum Film beschreibt der Verleih TOM OF FINLAND mit den Worten: „Jeder kennt die ikonische, stilbildende Kunst von „Tom of Finland“, doch kaum einer die Geschichte des Mannes dahinter“. Nun ja, das mag vielleicht in den entsprechenden Kreisen der Fall sein, aber mir war diese Figur gänzlich unbekannt. Aber als Filmkritiker sollte man immer bereit sein, neue Welten zu erkunden und so entschloss ich mich dazu, diesem Film eine Chance zu geben. 

Der Film von Dome Karukoski zeigt in wunderschönen Bildern die Geschichte des Mannes hinter der Figur. Wie er kurz nach dem zweiten Weltkrieg seine Neigungen verheimlichen muss und sich stattdessen der (schwulen) Kunst hingibt – und wie er dann in den USA aufblüht und als Ikone gefeiert wird – all das bringt Karukoski mit viel Liebe zum Detail auf die Leinwand. Eine durchaus berührende Geschichte über die wahre Liebe und das Recht auf die persönliche Freiheit eines jeden Einzelnen. 

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Filmplakat

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