Tigermilch

Kinostart: 17.08.2017

OT: Tigermilch (Deutschland 2017)
Länge: 106 Minuten
Genre: Drama
Regie: Ute Wieland
Drehbuch: Ute Wieland
Darsteller: Flora Li Thiemann, Emily Kusche, David Ali Rashed, Narges Rashidi, Gisa Flake, Heiko Pinkowski, Anna Büttner, Luna Zimic Mijovic, Joachim Foerster, Alexandru Cirneala, Eva Löbau, Emil Belton, August Carter Romy Paul, Thorsten Merten, Stefanie De Velasco
Verleih: Constantin Film Verleih GmbH
Claudia-Janet Kaller gefällt dieser Artikel

Nini (Flora Li Thiemann) und Jameelah (Emily Kusche), 14 Jahre alt und Freundinnen seit ihrer Kindheit, sind auf dem Sprung ins Leben und doch eigentlich schon mittendrin. Nini, die Deutsche, und Jameelah mit dem irakischen Pass und dem brennenden Wunsch Deutsche zu werden. Sie sind unzertrennlich und unbesiegbar, gehen zusammen zur Schule, rebellieren mal mehr und mal weniger und mixen sich in der Pause ihr Lieblingsgetränk auf dem Klo: Tigermilch, eine köstliche Mischung aus Milch, Maracujasaft und Mariacron. In den nächsten Wochen soll über den Einbürgerungsantrag von Jameelah und ihrer Mutter (Narges Rashidi) entschieden werden. Aber erst mal ist Sommer in Berlin und bald Ferienbeginn. Die Mädchen streifen durch die Stadt, verlieben sich im Freibad und spielen Wörter knacken: Nachtschicht/Nacktschicht, Luftschutz/Lustschutz.

In diesem Sommer soll „es“ passieren und sie üben für den Ernstfall „auf der Kurfürsten“, da, wo die Professionellen stehen. Als sie eines Nachts auf dem Spielplatz der Siedlung einen Liebeszauber veranstalten, werden sie Zeugen eines Mordes. Und plötzlich steht alles still – ihre Pläne, ihre Zukunft, ihr Leben.

Kritik

Oh, mal wieder ein Coming-of-Age-Film aus deutschen Landen. Aber kann es TIGERMILCH mit anderen Vertretern seines Genres aufnehmen?

TIGERMILCH basiert auf dem Debütroman von Stephanie de Velasco und lebt ganz klar von seinen beiden Hauptdarstellerinnen. Flora Li Thiemann und Emily Kusche sind für diese typische Genre-Geschichte die Idealbesetzung. Beide agieren in ihren Rollen absolut glaubwürdig und bringen die notwendige Leinwandpräsenz mit. 

Die Geschichte selbst ist für meine Begriff ein wenig zu sehr überfrachtet. Hier hätte es dem Film durchaus gut getan, auf einige Aspekte zu verzichten, denn irgendwie wird man das Gefühl nicht los, dass die Regisseurin Ute Wieland einfach zu viel wollte. Erste Liebe, erster Sex, ein Ehrenmord, die drohende Abschiebung, all das wirkt irgendwie ein wenig too much. 

Aber all das ist dann irgendwie doch Jammern auf hohem Niveau, weil der Film ansonsten den Zahn der Zeit trifft. Keine vermeintliche Jugendsprache, die von Erwachsenen erdacht wurde, sondern ein durchaus authentischer Streetstyle machen TIGERMILCH zu einem durchaus sehenswerten Film – ganz besonders natürlich für die junge Zielgruppe.

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Filmplakat

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