The Green Prince

Kinostart: 27.11.2014

OT: The Green Prince (Deutschland / USA / Großbritannien 2014)
Länge: 105 Minuten
Genre: Dokumentation
Regie: Nadav Schirman
Drehbuch: Nadav Schirman
Darsteller: Mosab Hassan Yousef, Gonen Ben Itzhak

Mosab Hassan Yousef sitzt mit dem Rücken zur Wand. Die Augen richtet er stets zur Tür. Er wechselt immer wieder seine Wohnung. Er tut dies um am Leben zu bleiben. Für sein Volk und seine Familie ist er ein Verräter. Mosab ist allein. Sein einziger Freund ist sein ehemaliger Feind.

Mosabs Vater ist Scheich Hassan Yousef, einer von sieben Gründungsmitgliedern der Hamas. Er sitzt im Gefängnis. Es war Mosab, der ihn verhaften ließ – zu seinem Schutz. 

Länger als ein Jahrzehnt war Mosab unter dem Codenamen THE GREEN PRINCE, der wichtigste Informant für Israels berüchtigten Inlandsgeheimdienst Schin Bet. Im Alter von 17 Jahren wurde er rekrutiert. Er verriet Freunde und Familie, um als Informant in das Herz der Organisation seines Vaters vorzudringen.

Mosabs israelischer Kontaktmann Gonen Ben Itzhak, einst Agent des Geheimdienstes mit großen Aufstiegschancen, riskierte alles, sogar eine Verurteilung als Landesverräter, um Mosab zu beschützen.

Das spezielle Band zwischen Mosab und Gonen brachte eine der ungewöhnlichsten und effektivsten Partnerschaften in der Geschichte des israelischen Geheimdienstes hervor. Mosabs und Gonens Zusammenarbeit führte zu Verhaftungen hochrangiger Terroristen, verhinderte eine Reihe von Selbstmordanschlägen und deckte Geheimnisse auf, die unmittelbaren Einfluss auf die politischen Ereignisse der Region hatten.

In einer Welt der Lügen und des Betrugs lernten sie sich zu gegenseitig zu vertrauen, auch wenn sie sich gleichzeitig von ihresgleichen abwenden mussten.

Kritik

THE GREEN PRINCE bietet einen eindrucksvollen Einblick in die Welt des Terrors zwischen Israelis und der Hamas. Auch wenn im Film nicht wirklich viel passiert – Regisseur Nadav Schirman arbeitet hauptsächlich mit Close-Ups der beiden Protagonisten – fesselt die Geschichte auf einer psychologischen Ebene. Wahrscheinlich lässt sich die Spirale der Gewalt nur mit Menschen wie Mosab Hassan Yousef durchbrechen, die erkennen, wie sinnlos all diese Morde sind. Wenn der Film in der zweiten Hälfte an Fahrt aufnimmt und Mosab über seine Heimatlosigkeit spricht, wünscht man sich innerlich, dass die Welt diesen Film sieht und vor allem die Opfer die er gebracht hat.

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