The Diary Of A Teenage Girl

Kinostart: 19.11.2015

OT: The Diary Of A Teenage Girl (USA 2015)
Länge: 102 Minuten
Genre: Drama
Regie: Marielle Heller
Drehbuch: Marielle Heller, basierend auf dem Buch von Phoebe Gloeckner
Darsteller:

Bel Powley, Alexander Skarsgård, Christopher Meloni, Kristen Wiig

Wir befinden uns im Jahr 1976, San Francisco befindet sich am Scheidepunkt der ausklingenden Hippie- und aufkommenden Punk-Bewegung. Wie andere Teenager auch sucht Minnie Goetze (Bel Powley) nach Liebe und Akzeptanz und den Sinn in ihrem Leben. Sie befindet sich in der drogengeladenen Stadt, in der ihr Wunsch nach Rebellion mit dem erwachsenen Verantwortungsbewusstsein zusammen prallt. Sie beginnt eine Affäre mit Monroe Rutherford (Alexander Skarsgård), „dem bestaussehendsten Mann der Welt“ und Freund ihrer Mutter (Kristen Wiig). Ihre partyfeiernde Mutter und das Fehlen eines Vaters haben das junge Mädchen führungslos werden lassen…

Kritik

Wer ein Problem mit Freizügigkeit hat, für den dürfte THE DIARY OF A TEENAGE GIRL vermutlich nichts sein. Alle anderen erwartet ein wunderbarer Coming-of-Age-Film mit einer beeindruckenden Hauptdarstellerin.

Als der Film im Juni auf dem Edinburgh International Film Festival gezeigt wurde, war der Andrang der Presse groß. Schließlich stellten Bel Powley (in natura noch viel schöner) und Alexander Skarsgård den Film persönlich vor.

Wenn man wollte, könnte man dem Film vorwerfen, er würde den Sex mit Minderjährigen beschönen. Doch wer das behauptet, der hat während der 102 Minuten schlichtweg nicht aufgepasst. Denn hier geht es um ein junges Mädchen, dass die Sexualität zu entdecken beginnt. Dass sie sich dazu ausgerechnet den Freund ihrer Mutter auswählt, mag erst einmal seltsam und abstoßend klingen. So wirklich weit liegen die beiden altersmäßig dann aber doch nicht auseinander. Der wichtigste Punkt ist aber, dass Minnie zu jedem Zeitpunkt die Kontrolle behält. Es gibt keine Männer, die sie ausnutzen, nein, sie nimmt sich selbstbewusst das, was sie haben möchte. Das wird besonders in einer Szene deutlich, in der Monroe (Skarsgård) klar wird, dass er hier alles andere als die Kontrolle hat.

Doch auch die inszenatorische Umsetzung weiß zu überzeugen. Regisseurin und Drehbuchautorin Marielle Heller bindet gekonnt die Comic-Zeichnungen der Protagonistin in die Handlung ein und schafft so ein wunderbares Gesamtbild. Bel Powley spielt umwerfend und mitreißend, aber auch der Rest des Casts weiss mehr als zu überzeugen. Entstanden ist so ein sehenswertes Drama über das Heranwachsenden eine verwirrten, aber immer selbstsicheren jungen Frau.

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Filmplakat

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