Suite Française

Kinostart: 14.01.2016

OT: Suite Française (Großbritannien / Frankreich 2015)
Länge: 108
Genre: Drama
Regie: Saul Dibb
Drehbuch: Saul Dibb, Matt Charman
Darsteller: Michelle Williams, Matthias Schoenaerts, Kristin Scott Thomas, Margot Robbie, Tom Schilling, Heino Ferch, Lambert Wilson

Frankreich im Sommer 1940 während der deutschen Besatzung: Die junge Lucile Angellier (Michelle Williams) lebt unter der Obhut ihrer dominanten Schwiegermutter Madame Angellier (Kristin Scott Thomas). Ihr Ehemann ist im Krieg und beide Frauen warten auf Nachricht von ihm. Luciles einzige Freude ist das Klavierspiel. Ihr Leben ändert sich dramatisch, als Pariser Flüchtlinge im Dorf eintreffen – bald gefolgt von einem deutschen Regiment, das in dem kleinen Ort stationiert wird. Viele Einwohner müssen Soldaten bei sich aufnehmen. Der deutsche Offizier Bruno von Falk (Matthias Schoenaerts) wird im Hause der Familie Angellier einquartiert. Während Lucile versucht, den attraktiven und kultivierten Bruno zu ignorieren, versteckt sie den flüchtigen Bauern Benoit (Sam Riley), der in Notwehr seinen deutschen Hausgast Kurt Bonnet (Tom Schilling) tötete, vor den Besatzern. Doch bald kommen sich Lucile und Bruno durch ihre gemeinsame Leidenschaft für die Musik näher.

Kritik

Ein englischsprachiger Film mit einer amerikanischen Hauptdarstellerin, der in Frankreich spielt. Das klingt erst einmal seltsam. Ist es auch.

Gerade wenn man den Film im Original schaut, ist es verwunderlich, dass die Deutschen allesamt deutsch sprechen, die „Franzosen“ hingegen alle englisch. Nach einer gewissen Weile fällt das aber zum Glück nicht mehr ins Gewicht und man konzentriert sich als Zuschauer auf das harmonische Zusammenspiel von Michelle Williams und Matthias Schoenaerts. Die Besetzung der beiden ist ein echter Glücksgriff für den Film.

Schade ist allerdings, dass Regisseur Saul Dibb nichts aus der Geschichte der Vorlage macht. Ganze 62 Jahre lag der Roman der staatenlosen Jüdin Irène Némirovsky auf Eis. Erst im Jahre 2005 wurde das Werk der in Auschwitz ermordeten Schriftstellerin veröffentlicht. Im Film blendet Dibb das Schicksal der jüdischen Bevölkerung hingegen fast vollständig aus und konzentriert sich einzig und allein auf seine Liebesgeschichte. Als würde das nicht reichen, lässt er viele Dinge, die der Zuschauer sowieso sieht, noch einmal von Michelle Williams in einer Off-Stimme beschreiben. Dadurch wirkt SUITE FRANÇAISE viel zu zugekleistert und driftet immer wieder ins Kitschige ab. Das ist schade, bietet die Vorlage doch so viel mehr Potential.

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Filmplakat

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