Stoker

Kinostart: 09.05.2013

OT: Stoker (USA 2012)
Länge: 99 Minuten
Genre: Drama
Regie: Park Chan-Wook
Drehbuch: Wentworth Miller
Darsteller: Mia Wasikowska, Matthew Goode, Dermot Mulroney, Jacki Weaver, Nicole Kidman, Phyllis Somerville, Alden Ehrenreich, Lucas Till, Ralph Brown, Judith Godrèche
Sven Asbach gefällt dieser Artikel

Als India Stoker (Mia Wasikowska) an ihrem 18. Geburtstag ihren Vater und besten Freund Richard (Dermot Mulroney) durch einen tragischen Autounfall verliert, bricht für sie eine Welt zusammen. Vorbei ist es mit dem ruhigen Leben auf dem abgelegenen Besitz der Familie. Die höchst sensible India legt fortan ein passives Verhalten an den Tag, um die tiefen Gefühle und ihre verstärkte Wahrnehmungsgabe zu schützen, die nur ihr Vater verstand. 

Bald darauf findet sich India zum lange verschollenen Bruder ihres Vaters Charlie (Matthew Goode) hingezogen, der unerwartet auf der Beerdigung Richards auftaucht und beschließt, ein paar Tage bei ihr und ihrer emotional instabilen Mutter Evie (Nicole Kidman) zu bleiben. Zunächst misstraut India ihrem charmanten, aber mysteriösen Onkel, gleichzeitig fasziniert er sie jedoch und sie merkt auch, wie viel sie beide gemein haben.

Schritt für Schritt öffnet sich Charlie seiner Nichte, India lässt sich zunehmend von seinem Charme betören und merkt allmählich, dass sein Erscheinen kein Zufall war. Unter der Führung ihres Onkels wird sie sich in der Folge ihrem ungewöhnlichen Schicksal stellen.

Kritik

Auch wenn der Filmtitel gewisse Assoziationen wecken mag – STOKER hat nichts, aber auch rein gar nichts, mit einem gewissen Blutsauger zu tun. Das ist aber auch bereits die einzige falsche Fährte, die der Film legt. Regisseur Park Chan-Wook (Oldboy) bestreitet mit STOKER sein Hollywood-Debüt, das man durchaus als gelungen betrachten darf. Dabei wird der Film sicherlich nicht Jedermanns Sache sein, zu verworren, zu verschroben ist mitunter ide Handlung.

Doch drauf kommt es hier eigentlich gar nicht an. Chan-Wook setzt deutlich mehr Wert auf die filmische Umsetzung der Geschichte, die im Übrigen von Prison-Break-Hautpdarsteller Wentworth Miller verfasst wurde. Alles ist hier durchdacht und visuell bis auf das kleinste Detail durchgestylt. Der Film überzeugt mit einer betörend unwirklichen Atmosphäre und bietet die perfekte Harmonie zwischen Kameraführung, Schnitt und Ton. Ein sehenswerter, wenngleich auch ungewöhnlicher Film.

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