Still Alice – Mein Leben ohne Gestern

Kinostart: 05.03.2015

OT: Still Alice (USA 2014)
Länge: 101 Minuten
Genre: Drama
Regie: Richard Glatzer, Wash Westmoreland
Drehbuch: Richard Glatzer, Wash Westmoreland
Darsteller:

Julianne Moore, Kristen Stewart, Alec Baldwin, Kate Bosworth, Hunter Parish

Zunächst sind es nur Kleinigkeiten, die kaum jemandem auffallen. Bei einem Vortrag fällt Professorin Alice Howland (Julianne Moore) plötzlich ein Wort nicht ein. Wenig später dann verliert sie beim Joggen die Orientierung, obwohl sie die Strecke fast jeden Tag läuft. Die 50-jährige, die an der Columbia University Linguistik lehrt, ahnt bald, dass mit ihr etwas nicht stimmt. Aber die Diagnose ist trotzdem ebenso unerwartet wie erschütternd: Alice leidet an einem seltenen Fall von frühem Alzheimer. 

Ihre jüngste Tochter Lydia (Kristen Stewart), die sich in Los Angeles als Schauspielerin versucht, ist die erste, die bemerkt, dass mit ihrer Mutter etwas nicht stimmt. Beim Familienbesuch an Thanksgiving scheint zwar alles wie immer, nur dass sich Alice der Freundin von Sohn Tom (Hunter Parrish) gleich zweimal vorstellt. Doch auch aus anderen Gründen können Alice und ihr Ehemann John (Alec Baldwin) es nicht länger vermeiden, den drei älteren Kindern die Wahrheit zu sagen. Denn weil diese Form der Krankheit vererbbar ist, könnten sie auch ganz direkt betroffen sein.

Anders als ihre schwangere ältere Schwester Anna (Kate Bosworth) lässt Lydia sich selbst nicht testen. Statt sich um die eigene Zukunft zu sorgen, will sie lieber für ihre Mutter da sein, selbst wenn ihr Verhältnis nicht immer das einfachste war. Ein gemeinsamer Sommer im Strandhaus der Familie schweißt sie enger zusammen denn je. Und als Alices Zustand sich zusehends verschlechtert, ist es ausgerechnet ihre Jüngste, die für sie die größten Opfer bringt.

Kritik

Für diese Rolle wurde Julianne Moore sowohl mit dem Golden Globe, als auch mit dem Oscar ausgezeichnet. Keine Wunder, schließlich beweist sie mit dieser Performance, dass sie in der Lage ist, nahezu jede Rolle glaubwürdig zu verkörpern. In  der Rolle der an Alzheimer erkrankten Mutter verzichtet sie bewusst auf falsche Sentimentalitäten und macht das Schicksal ihrer Rolle so für den Zuschauer greifbar.

Auch Kristen Stewart zeigt hier als etwas orientierungslose Tochter nach DIE WOLKEN VON SILS MARIA erneut, dass sie sich inzwischen weit von der emotionslosen Darstellerin aus der Twilight-Saga entfernt hat. Langsam aber sicher erkennt man das Potential ihrer Fähigkeiten und freut sich gebannt auf alles, was da noch kommen mag.

STILL ALLICE ist ein einfühlsamer und authentischer Film zum Thema Alzheimer, der gerade wegen seiner Darsteller zu überzeugen weiss.

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Filmplakat

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